Bewerbung Trustee 2008-1 Stefan Lutschinger
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Daten
Name: Stefan Lutschinger
Projektverbindungen
keine
Tätigkeiten
Stefan Lutschinger ist proletarischer Bohemien und digitaler Kunstarbeiter. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Cultural Studies mit Schwerpunktbildung Angewandte Philosophie an österreichischen und britischen Universitäten.
1995-1996 entwickelte er mit lokalen Medienexperten die „Multimedia-Producer“- Lehrgänge des SAE Technology College und lehrte dort zwischen 1996-1998 in Wien und Zürich Webprogrammierung, Video Editing und VR Authoring.
1996-1997 Projektmitarbeit „Das Haus ohne Eigenschaften“ (Michael Walraff), Lehrtätigkeit an der Universität für Angewandte Kunst (Meisterklasse Wolf D. Prix), META Wien (Virgil Widrich) sowie kommerzielle Mediengestaltung zwischen 1997-2002.
1999 Auszeichnung für das Projekt „Coolplaces & Hotspots“ mit dem Österreichischen Staatspreis für Multimedia in der Kategorie Public Information Ressources.
2003 Forschungsstipendium am Warburg Institute, School of Advanced Study (University of London)
2004 Gründungsmitglied von Equaleyes, einer Communityplattform für visuelle Kunst und Kultur. Kurator der Equaleyes-Sehschule von 2004-2006, zahlreiche Veranstaltungen zwischen Clubkultur und digitaler Kunst im Museumsquartier Wien.
Stefan ist mit zahlreichen lokalen und internationalen Künstler/innen-Kollektiven verbunden. Er arbeitete zwischen 2004-2008 zu digitaler visueller Kunst, Recreational Robotics, Massenagitationskunst und Anthropologie des Posthumanen.
Aktuell: 15. Mai – 15. Dezember 2008 AIR am CYLAND Media Lab Kronstadt und NCCA – National Center for Contemporary Art, Sankt Petersburg, 2008-2011 Projektmitarbeit an 3-jährigem kunstwissenschaftlichen Forschungsprogramm (Linz/London)
2004-2008 Vorstandsmitglied der IG Kultur Wien, 2004-2007 Vorstandsmitglied von POOOOL – Verein zur Förderung visueller Kunst und Kultur (seit 2007 Ehrenmitglied), 2006 erster Koordinator des Wiener Fördermodells für Netzkulturen
Er ist heute Vorstandmitglied des Quartier für Digitale Kultur und der österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie und kritische Anthropologie.
Kriterien
Hauptkriterium ist das entschiedene Losringen aus den Fesseln akademischer Virtuosität. Schon Lenin hat uns vor allzu viel formalen Experimenten gewarnt. Relevante zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktion zeichnet sich nicht durch die Beifügung von äusserlichen Extravaganzen aus, entscheidend ist die tiefe Durchdrungenheit von der proletarischen Idee.
Schwerpunkte
Projekte, die entweder 1) gesellschaftliche Problemstellungen oder soziale Konfliktsituationen thematisieren, deren Lösung ausschliesslich mit ästhetischen Mitteln denkbar ist, oder die 2) Inhalte von breitem Interesse für die digitale Kunst- und Kulturszene Wiens behandeln, und/oder 3) solche, deren Realisierung durch den Communityentscheid knapp verfehlt werden würde.
