Einreichung Annual Convention 2007 Emerging Convention
Einleitung
Die "Emerging Convention" schafft den virtualraum, in dem sich der diskurs, der kultur und kunst gestaltenden (netz-)community, der sich durch im urbanen realraum stattfindenden beitraegen artikuliert, abbilden kann.
An stelle einer proaktiven selektion des ausgestellten durch eine nur begrenzt legitimierte untermenge der community tritt eine emergente semantische ordnung als kybernetisches produkt aller ausstellungsbesucher im virtual- und realraum. Erst dieser prozess ermoeglicht die vollstaendige praesentation des breiten spektrums der diversitaet von kunst und kultur im netzraum.
Das konzept der "Emerging Convention" vereint die bewaehrte vorgehensweise von jedermensch offen stehenden im realraum stattfindenden ereignissen mit der innovativen, unmittelbar nach dem ereignis einsetzenden, zeitlich unbegrenzten und nicht an einen realraum gebundenen moeglichkeit der betrachtung und partizipation im virtualraum im netzraum.
Durch den fokus auf die asynchrone praesentation im virtuellen netzraum wird die moeglichkeit geschaffen die realraum-einzelereignisse im urbanraum zeitlich und raeumlich zu streuen. Dadurch entledigen wir uns des buerokratischen balastes, die kultur und kunst gestaltenden mitglieder der (netz-)community mit ihren beitraegen auf einen relativ kleinen zeitlichen und raeumlichen horizont zu binden.
Unser konzept versteht sich als notwendige und unausweichliche synthese aller bisher in diesem kontext umgesetzten konzepte.
Umsetzung
Die projektleitung schafft den virtuellen netzraum in form einer internetpraesenz auf der folgende features ohne benutzeranmeldung verfuegbar gemacht werden:
- Aufzeichnungen der realraum-ereignisse in verschiedenen dateiformaten
- Terminplan der realraum-ereignisse in verschiedenen dateiformaten
Darueber hinaus erhalten angemeldete benutzer die moeglichkeit das ausgestellte zu ordnen und so einen mehrwert fuer andere besucher zu schaffen. Das herstellen der ordnung wird unter anderem durch folgende features ermoeglicht:
- Das markieren der beitraege als der eigenen subjektiven meinung nach essenziell
- Das freie taggen von beitraegen
- Das abgeben von kommentaren
Durch automatisches korrelieren der markierten beitraege einzelner besucher werden insbesondere die folgenden informationen erzeugt:
- Globale empfehlungen fuer einzelne beitraege
- Verknuepfungen zwischen den beitraegen (Benutzer die diesen Beitrag essenziell finden..)
- Persoenliche empfehlungen fuer einzelne benutzer
Des weiteren schafft die projektleitung einen reellen netzraum in form von im realraum stattfindenden ereignissen deren aufzeichnungen letzendlich die beitraege fuer den virtuellen netzraum konstituieren. Diese ereignisse finden im zeitraum von mehreren wochen oder sogar monaten und an verschiedenen orten mit massgeblicher bedeutung fuer die gelebte netzkultur im urbanen kontext statt.
Beitraege koennen insbesondere aber nicht ausschliesslich sein:
- Vortraege zu verschiedenen themen der netzkunst und -kultur
- Interviews mit netzkunst und -kultur schaffenden zu ihren projekten
- Andere formen der (multimedialen) projektpraesentationen
- (Inter-)Aktionen im oeffentlichen raum
Die projektleitung selektiert einreichungen nur nach kriterien der machbarkeit ohne darueber hinaus zu werten. Wo beispielsweise aus resourcenknappheit eine solche vorselektion nicht ausreichend ist, greift die projektleitung auf ein unabhaeniges expertengremium aus der netzkunst und -kultur community zurueck.
Projektleitung
Die projektleitung besteht aus Clifford Wolf und Michael Bauer.