Einreichung Annual Convention 2007 UN ( ) SPACE
Annual Convention 2007
UN [ _ ] SPACE
Paraflows 07 – The Net behind the Net.
Anschliessend an das Paraflows Festival von 2006, das sehr kurzfristig, aber durch das enorme Engangement der mithelfenden Personen gut gelungen ist, möchten wir dieses Jahr das Festival zu einem international beachtetem Fixpunkt in Wien zum Thema Netzkunst und Kultur sowie Medienkunst und Kultur werden zu lassen.
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Das Thema 2007
UN [ _ ] SPACE The Net behind the Net.
Das Netz hinter dem Netz scheint uns ein guter Überbegriff für die Vorgänge und Lebendigkeit in der Wiener Netz-Szene und er beschreibt eine Vielzahl von Zuständen, Abläufen, Diskussionen und Gefügen, die unsichtbar aber doch vorhanden sind. Technologische Netze, soziale Netze, geografische Netze, informelle und formale Netze formen und prägen die Menschen, um die sie herum gebaut sind und entstehen.
Mit dem Begriff UN [ _ ] SPACE thematisieren wir den Raum, den diese Netze einnehmen. Wir wollen uns mit den immateriellen Räumen und Blasen beschäftigen, die in der Medien- und Netz-Kunst und Kultur so stark präsent sind. Wir wollen sie aufspüren, beschreiben, visualisieren und definieren.
UN [ _ ] SPACE verstehen wir aber auch als die Eliminierung von Abständen, Grenzen und Barrieren, die kulturelle, soziale, mediale und politische Realität beeinträchtigen. Wir wollen Grenzen überschreiten und Gräben zuschütten, Horizonte erweitern und neues Terrain erschließen.
Einen besonderen Schwerpunkt wollen wir bei der diesjährigen Annual Convention auf die Repräsentation von Frauennetzwerken und weiblichen Positionen in Netz- und Medienkunst und Kultur sowohl lokal, national wie auch international legen.
Die Locations 2007
UN [ _ ] SPACE bezieht sich auch auf den Ort, an dem das diesjährige Festival stattfinden kann – den Flak-Leit-Turm im Wiener Arenbergpark 03. Der Flakturm wurde letztes Jahr für zwei große Ausstellungen geöffnet. Künstler aus verschiedensten Richtungen und Genres haben zusammengearbeitet um ein gewisses Maß an Infrastruktur zu schaffen um den Flakturm wieder öffentlich zu nutzen. In diesen Tagen wird die kulturelle Benutzung von der Stadt und dem Bezirk durch einen Präkariumsvertrag sichergestellt und gewährleistet.
Der Flakleitturm ist ein Wiener Unort, ein Koloss von einem Gebäude, das über die Jahre hinweg unsichtbar geworden ist. Die Geschichte, die in die Mauern dieses Bauwerks eingebrannt ist, ist verblasst und verdrängt. Durch die Nutzung im kulturellen Kontext findet eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Gebäudes, der Stadt und den Menschen statt. Kunst und Kultur sind die einzigen Attribute, die es schaffen eine langsame Neubeschreibung ohne Verdrängung vorzunehmen.
Der Flakturm bietet 3565 m2 auf insgesamt 6 Etagen Ausstellungsfläche und Veranstaltungsräumlichkeiten. Nicht zu vergessen die wahnsinns Terasse und die Aussicht über ganz Wien! Das Gebäude alleine ist Anziehungspunkt für viele Besucher und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die Flaktürme sind ungeliebte Wahrzeichen der Stadt Wien. Nun endlich ist die Zeit gekommen, da eine revitalisierende Nutzung ermöglicht wird.
Der Flakturm ist ein extrem spannender Ort und absolut ideal für die Ausstellung und performative Veranstaltungen (Sound, Performance, Filmscreenings etc ...).
Für das Symposium wurde uns von der Kunsthalle Wien, MQ die Nutzung der Videolounge angeboten. Der Vortragsraum der Videolounge fasst ca. 100-120 Leute, ist bestens ausgestattet mit Bild- und Tonanlagen. Das Museumsquartier ist zentral und bietet Vortragenden, Künstlern und Besuchern eine hervorragende Infrastruktur und Anbindung an die lokale Szene.
Weiters wird die gesamte Ausstellung und Konferenz in das neue öffentlich zugängliche Kunstarchiv der Kunsthalle aufgenommen. Das Videoarchiv wird März 2007 eröffnet und bietet über Terminals freien Zugang zu Videodokumentation von internationalen künstlerischen Positionen und Ausstellungen sowie Künstlerinterviews und Vorträgen.
Für die NetzNetz-Convention stehen sowohl die Videolounge wie auch die Veranstaltungsebene im Flakturm zur Verfügung.
Die Konferenz 2007
Internationale VertreterInnen von Netz- und Medienkunst- und Kultur, mit besonderem Augenmerk auf die Repräsentation von Frauennetzwerken und weiblichen Positionen zu dem Thema legen, wie auch auf relevante technologisch, kulturelle, soziale, mediale und politische Beträge zum Thema UN [ _ ] SPACE, unwirkliche Räume und Unorte.
Die Ausstellung 2007
Die diesjährige Ausstellung umfasst 3 Kategorien:
- Präsentation lokaler Wiener Netz- und Medienkunst- und Kultur Positionen, Projekte, die im letzten Jahr geplant und verwirklicht wurden
- offene internationale Ausschreibung zum Thema UN [ _ ] SPACE, die Einreichungen werden von einer fachkundigen Jury ausgewählt und eingeladen.
- zwei bis drei ausgesuchte KünstlerInnen aus dem Bereich der Netz- und Medienkunst- und Kultur, die eingeladen werden, speziell für das Thema und den Ausstellungsort Flakturm im Arenberg Park Arbeiten zu entwickeln.
Zeitgenössische Medienkunst mit architektonischem Erbe aus dem zweiten Weltkrieg zu konfrontieren , dadurch einen spannenden neuen Raum aufzutun und die Geschichte mit der Zukunft nach einer 60jährigen Pause endlich wieder zu verknüpfen ist eine der Herausforderungen, derer wir uns stellen möchten.
Wiens Netz- und Subkulturen sowie internationale Medienkunst können im derzeit größten verfügbaren Off-Space präsentiert werden!
Rahmenprogramm 2007
Begleitend zur Annual Convention wird es natürlich ein musikalisches, cineastisches (Filmscreenings), performatives und kulinarisches Rahmenprogramm geben.
Organisation
Wir arbeiten gerne mit allen Interessierten zusammen und sind auch für kurzfristige Ideen offen. Auch eine Kooperation mit anderen Einreichern für die Annual Convention ist denkbar.
Einreicher
Judith Fegerl, Markus Hafner Verein zur kulturellen Bespielung des Flakleitturms Arenbergpark – Faktum-Flakturm mit Unterstützung von Luzius Bernhard