Einreichung Digitale Kunst 2008-1 Über der Leben und Sterben von NeutronenSternen und TV-Geräten
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Daten
Projekt: Über das Leben und Sterben von Neutronensternen und TV-Geräten - Installation
Einreichung bei: Digitale Kunst / Annual Convention
Einreichende(r): Heike Kaltenbrunner
Fördersumme: 5.600,00
http://umdreh.ung.at
--Heike K
Kurzbeschreibung

Klänge von Pulsar-Signalen und ein Webstream des Radioteleskopes RT03 werden innerhalb einer räumlichen Anordnung von Lautsprechern bewegt.
Die Audio-Kabel die zu den Lautsprechern führen, werden verzweigt, in den Eingang von manipulierten TV-Geräten geschickt, und dort als Bildinformation interpretiert. Die optische Information ist eine Permutation der akustischen Signale. Das TV-Gerät wird dabei langsam zerstört. Es brennt sich ein immer größer werdender Fleck in die Mattscheibe. Die Bildröhre wird belastet, bis sie nach einiger Zeit - einem Tag oder mehreren Monaten - mit einem letzten hellen Zucken - einer "Micro-nova" - erlischt.
DEMOVIDEO [1]
Ausführliche Beschreibung
"Pulsare sind hoch-magnetisierte Neutronensterne mit einem Radius von 10-15 km, ihre Masse ist etwas größer als die der Sonne, die dabei jedoch in etwa 1 Million km Durchmesser hat, sie strahlen an den magnetischen Polen, diese Strahlen können empfangen werden, alsbald sie die Erde kreuzen, in der Manier in der die Strahlen eines Leuchtturms als Impulse wahrgenommen werden können." 1
Neutronensterne entstehen bei einer Kern-Kollaps-Supernova die am Ende der Entwicklung massereicher Sterne stattfindet" 2
Der "Tod" eines Sternes ist also gleichzeitig die "Geburt" eines Pulsars, oder Neutronensternes.
"Pulsare strahlen hauptsächlich im Radiofrequenzbereich, manchmal bis in den Röntgenbereich."2
Radiowellen, die durch die größten Radioteleskope empfangen werden, sind keine Schallwellen sondern elektromagnetische Wellen, die wiederum in Rausch-Signale umgesetzt werden können.“
Das Jodrell Bank Observatoriums, oder des Max Planck Institute bieten solche Sound-Fragmente zum Download an. Auf http://stream.ung.at:5800/h2.ogg stellt Franz Xaver einen Lifestream seines Teleskopes RT03 zur Verfügung.
In der Installation werden diese verschiedenen Signale, über im Raum verteilte Lautsprecher inszeniert - Parameter wie Dauer, Lautstärke und räumliche Position verändert, und die einzelnen Klänge zu einander in Beziehung gesetzt.
Quellen der Pulsargeräusche:
Jodrell Bank Observatory , Max Planck Institut, http://siedl.ung.at
1 frei übersetzt von der Webseite des Jodrell Bank Observatoriums
http://www.jb.man.ac.uk/~pulsar/Education/Sounds/sounds.html 2005
2 Wikipedia
technische Daten:
Hardware
- Computer (MAC, minimum 1,5 GHz, 1 GB Ram, Firewire Anschluß)
- Audiointerface (8 analoge-Outputs, mind. 1 analoger Input, Firefire)
Software
- Max/ Msp
- lloopp
- V-bap Modul
sonstiges
- 5 Lautsprecher (aktiv)
- 5 Stück manipulierte Schwarz-Weiss TV-Geräte (=10 TV-Geräte + 5 Verstärker à 100 Watt) *
- Kabel und Stecker
Die Aufstellung der Lautsprecher im Raum (x,y,z) wird im V-bap Modul innerhalb der Programmierumgebung Max/ Msp bzw. Lloop simuliert. Die Bewegung der Klänge erfolgt über einen programmierten, sich verändernden, Ablauf. Das Signal für den jeweiligen Lautsprecher wird berechnet und über die Soundkarte ausgegeben.
- Es werden je zwei, etwa gleich große Geräte, kombiniert. Von einem wird die Ablenkspule aus-, und in den anderen, neben dessen eigene Ablenkspule, die deaktiviert wird, eingebaut. Somit funktioniert dieser weiter, die Bildablenkung ist jedoch nicht mehr gegeben und die gesamte Bildinformation konzentriert sich auf einen Punkt. Ein auf der origninalen Ablenkspule angelegtes - mit ca. 100 Watt verstärktes - Signal lenkt diesen Punkt aus. (siehe Video)
Die Bildröhren werden auf Metallgestelle montiert und zum Schutz der Betrachter vergittert. Es finden Monitore von 33 – 75 cm Durchmesser Verwendung, die auf Gestellen mit 1 – 1,5 Meter Höhe montiert werden.
Entwicklungsgeschichte
Die Installation – bzw. eine Studie dazu - ist im Jahr 2004 während meiner Zeit als Gast-Künstlerin im Medienkunst Labor in Graz entstanden. Ich beschäftigte mich mit Klang-Wahrnehmung im Raum und Spatialisierung.
Zu dieser Zeit fand auch der „Korpuskel-visualisierungs-workshop“ statt.
Als Beispiel für eine Korpuskelschleuder brachte Franz Xaver manipulierte TV-Geräte, eine frühe Arbeit von ihm, mit. Die Rede kam auch auf Pulsare. So kam eines zum anderen und ich fing an einem Stück für Pulsarklänge zu arbeiten - verzweigte die Klänge zu den Monitoren, die eine optische Permutation der Klänge erzeugten.
Für das Umbauen der Monitore, die Ausarbeitung der Klangestaltung und die Inszenierung der Klänge im Raum, werde ich für 8 -10 Wochen ein Atelier mieten.
Im Juni 2008 wird die Arbeit gemeinsam mit der Fotoserie "boden" und einer Sonifizierung der Fotografien in der Ausstellung "Skalierungen" in der Galerie APT in Novo Mesto Slovenien zu sehen sein.
Für die Fertigstellung der Installation , die Ausarbeitung der Klangestaltung und die Inszenierung der Klänge im Raum, werde ich für April und Mai 8 -10 einen Arbeitsraum mieten.
Verwendung d. Fördergelder
´ Installation
10 sw TV-Geräte (gebraucht) à ca. 15 € + Transportca. 250,00
Verstärkermodule (gebraucht) aus Audioverstärkernca. 150,00
Gestelle aus Metall, Pulverbeschichtet siehe KVx2. 130,00
Atelier inkl. Strom & Internetanschluss für 3 Monate 1350,00
Computer 667,17
Soundkarte 569,00
Kabel, Stecker 42,00
Max Msp US$ 495.00 = 326,00
Subwoofer± 1.500,00
Lautsprecher, (aktiv) 8 stk.± 4.000,00
Künstlerinnenhonorar 3.000,00
Spesen 600,00
Gesamt 14.584,17
Kostendeckungsplan
BMUKK, Abteilung für Video u. Medienkunst 3.649,67
Netz Netz 5.600,00
Eigenleistung 5.334,00
Querverbindungen zu anderen Projekten aus der Szene
Franz Xaver "Ohne Titel" Manipulierte Monitore, die Arbeit in der Secession und der Univ. f. Angewandte Kunst zu sehen.
Zeitplan
- bis Ende April Präperation der Monitore
- Februar - Mai Komposition
verdammt, ich hab das Einreichdatum verschwitz, ich dachte dienstag ist der 16., ich stell das jetzt einfach trotzdem rein, für den Fall das die Deadline extended wird.--Heike K 12:42, 17. Mär. 2008 (CET)

