Einreichung Digitale Kunst 2008-1 the Sound of Shopping

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Inhaltsverzeichnis

Daten

Projekt: the Sound of Shopping - das Barcode Klangerlebnis

Einreichung bei: Digitale Kunst 2008-1

Einreichender: Verein 1-klang.org / Thomas Hirt

Fördersumme: 3.500 EUR

Kurzbeschreibung

„the Sound of Shopping“ ist eine interaktive Installation und verwandelt Barcodes in Musik.


Ausführliche Beschreibung

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Wie klingt ihr Einkauf heute?

Nachdem ein Kunde ein oder mehrere Produkte bei der Kassa einscannen lässt, werden die einzelnen Barcodes ausgewertet und in Musik verwandelt. Die Musikdatei wird binnen weniger Sekunden auf der Webseite www.soundofshopping.com zum Download veröffentlicht. Der Kunde hat die Möglichkeit seinen „Sound of Shopping“ direkt vor Ort als Klingelton für sein Handy via Bluetooth zu erhalten.


Individuelle Komposition

Jeder „Sound of Shopping“ ist einzigartig und lässt Rückschlüsse auf den getätigten Einkauf zu. Es werden Faktoren wie das Datum, die Einkaufszeit und die Anzahl der gekauften Produkte in die Komposition mit einbezogen. Vier Musiker haben für das Projekt unterschiedliche Kompositionsmodelle entwickelt, aus denen unzählige Musikstücke generiert werden können. Beispiele von Barcode Kompositionen können Sie auf auf unserer Webseite unter www.soundofshopping.com/de/sounds.php finden.

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Klingende Kunstwerke

„the Sound of Shopping“ war zwischen 11. Februar und 3. März 2008 im Kunstsupermarkt M-Ars zu hören. Die Kunden des Kunstsupermarktes erhielten als Erweiterung zu ihrem Einkauf ihren persönlichen „Sound of Shopping“.


Ein musikalischer Einkaufsbeleg

„Shopping“ ist ein wirtschaftlich relevantes und daher zentrales Thema für unsere Gesellschaft. Kundendaten werden gesammelt und ausgewertet, die Einkaufsumgebung wird nach psychologischen Maßstäben von Experten konzipiert. Der Barcode stellt die Zahlen eines Produktes so dar, dass Maschinen diese lesen können. Er ist ein visueller Ausdruck maschineller Präzision – eine Metapher für eine inszenierte „Shopping - Welt“.

„the Sound of Shopping“ unterbricht den Einkaufsprozess durch ein unerwartetes Ereignis. Der Kunde erhält direkt nach seinem Einkauf eine in Echtzeit komponierte Musik, und obwohl hier Barcodes vertont werden, klingen diese Kompositionen nicht wie willkürliche Abfolgen von Tönen. Durch die eigens für „the Sound of Shopping“ entwickelten Kompositionsmethoden, werden die Barcodes von einer musikalischen Ebene überlagert. Der Einkaufsbeleg wird nicht nur hörbar gemacht, sondern bekommt auch einen menschlichen Charakter.

Da das Resultat der Komposition nicht absehbar ist, befriedigt „the Sound of Shopping“ weder ein Bedürfnis des Konsumenten, noch trägt die Installation dazu bei den Kunden willig zu machen. „the Sound of Shopping“ ermöglicht durch eine unerwartete Unterbrechung einen veränderten Blickwinkel auf ein alltägliches Geschehen.


Technische Details

Die „Sound of Shopping - Software“ ist eine Java Applikation und verwendet folgende Komponenten: Maven, JUnit, log4j, JDom sowie JFugue und MMJ für Dinge die mit MIDI zu tun haben.

Die „Sound of Shopping - Station” zweigt die seriellen Signale des Kassenscanners ab und berechnet anhand der Barcodes einen Kompositionskode. Dieser Kode hat eine festgelegte Anzahl an Stellen und beinhaltet sowohl die Barcodes als auch das Datum und die Uhrzeit des Einkaufs.Der Kompositionskode bildet die Grundlage für die Berechnung der Musik. Je nachdem wie der Kode beschaffen ist, wird eine bestimmte Kompositionsstruktur ausgelöst und eine Instrumentierung gewählt. Die Zahlen des Kompositionskodes werden anhand der Vorgaben des jeweiligen Komponisten in MIDI Steuersignale umgewandelt und an einen Softwaresampler geschickt.

Das „Sound of Shopping - Programm” wandelt die Audiosignale des Software Samples in eine MP3 Datei um und stellt diese auf den Webserver. Alle Informationen über den Einkauf bleiben während dieser Umwandlung erhalten.


Konzept & Projektleitung

Thomas Hirt

interdisziplinäre Kunst & visuelle Kommunikation

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Thomas Hirt ist dafür bekannt, dass er verschiedene Kunstsparten zusammenführt. Seine künstlerischen Arbeiten umfassen Multimedia-Produktionen, Video­installationen und Kurzfilme. Das Studium der visuellen Kommunikation hat Thomas Hirt an der Universität für angewandte Kunst in Wien absolviert. www.thomas-hirt.at


Kompositionsmodell Das Kompositionsmodell von Thomas Hirt basiert auf der versetzten Wiederholung eines 3 taktigen Stückes. Eine aus Barcode - Zahlen erzeugte Melodie wird über mehrere Takte hinweg verschoben und von unterschiedlichen Instrumenten gespielt. Media:Sos_3-2.mp3‎


Beteiligte Musiker

Belush Korenyi

Musiker & Komponist

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Nach 15 Jahren klassischem und vier Jahren Jazz Klavier hat Belush Korenyi 1999 das Studium der Komposition an der Priv. Universität Konservatorium der Stadt Wien begonnen. Neben seiner Tätigkeit als Komponist unterrichtet Belush Korenyi zur Zeit Liedinterpretation an der Schauspielschule Kraus und ist als musikalischer Assistent und Korrepetitor bei zahlreichen Produktionen involviert.


Kompositionsmodell Belush Korenyi hat das erste Kompositionsmodell für „the Sound of Shopping“ entworfen. Grundlage für sein Kompositionsmodell sind aus dem Jazz entlehnte Harmonien. Aufbauend auf diesen Harmonien enstehen Basslinie, Melodie und perkussive Elemente. Media:Sos_1-1.mp3‎‎


Christian Mühlbacher

Schlagzeuger, Komponist & Lehrbeauftragter an der Universität für Musik

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Seit fast zwei Jahrzehnten als Schlagwerker bei Pro Brass. Zahlreiche Kompositionen und Arrangements für das Ensemble. Lebt in Wien und lehrt an der Hochschule für Musik im Bereich Komposition für Medien- und Filmmusik. Mühlbacher arbeitet an vielen Projekten, u.a. Nouvelle Cuisine.

www.christianmuehlbacher.com


Kompositionsmodell 10 verschiedene Skalen und 10 unterschiedliche Taktarten sind die Grundlage für das Kompositionsmodell von Christian Mühlbacher. Da auch der Grundton der Komposition durch die Barcodes ausgewählt wird,eröffnen sich zahlreiche melodische Möglichkeiten. Basslinie und Schlagzeug runden die Komposition ab und geben den Takt vor. Media:Sos_4-1.mp3‎‎


Harry Demmer

Perkussionist & Lehrbeauftragter an der Konservatorium Wien Privatuniversität

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Harry Demmer spielte unter anderem im Volksopern Orchester, Staatsopern Orchester, im ORF-Symphonieorchester und bei den N.Ö. Tonkünstlern. Er unterrichtet Schlagwerk am Konservatorium der Stadt Wien. Neben seinen eigenen CD-Produktionen komponierte Harry Demmer auch den Gong Choral für die Multimedia-Performance „Malen mit Licht“ anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ 2002.


Kompositionsmodell Ausgangslage für das Kompositionsmodell von Harry Demmer ist eine gleichmäßige Basslinie die sich in 8tel Noten über das ganze Stück zieht. Anhand der Barcodes werden Töne und Harmonien berechnet, die mit der Basslinie harmonisch verschmelzen. Media:Sos_2-1.mp3‎‎


Matthias Waldthaler

Gitarrist

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Cesfor Bozen Gitarre bei Manuel Randi, seit 2005 am Gustav Mahler Konservatorium, Hauptfach Jazzgitarre bei Marcus Ratka


Kompositionsmodell Das Kompositionsmodell von Matthias Waldthaler erzeugt anhand von Skalen und Modulationen eine Melodie über 8 Takte. Durch den gezielten Einsatz dieser Stufen entwickelt sich ein klingender Spannungsbogen der von Bass und Schlagzeug begleitet wird. Media:Sos_5-1.mp3‎‎




Technische Umsetzung

Peter Auer

Professor für Informationstechnologie an der Universität Leoben

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Entwickelte den Prototypen für das Projekt „the Sound of Shopping“.


Ausbildung und wissenschaftliche Tätigkeit
Mitarbeit an mehreren EU-Projekten in den Bereichen Maschinelles Lernen und Computer Vision, über 50 Publikationen in Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Tagungen.



Christoph Pickl

Programmierer und Informatik Student TU-Wien

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Programmiert die finale Version der „Sound of Shopping - Software“.


Ausbildung und wissenschaftliche Tätigkeit
Informatikstudium an der TU Wien, Studienrichtung Software & Information Engineering
Beschäftigung als J2EE Entwickler bei s IT Solutions



Presseberichte & Artikel

  • Videostream auf rebell.tv
    Donnerstag 21.2.2008 :: Beitrag von sms


  • Radiobeitrag Ö1 Zeitton
    Mittwoch 13. Februar 2008 :: Gestaltung Susanna Niedermayr


  • Zeitungsartikel Kurier :: the Sound of Shopping
    Mittwoch 13. Februar 2008 :: Seite 13 :: Rubrik Nachtaktiv :: Artikel von Claudia Stezel-Pröll


  • Radiobeitrag FM4 Homebase
    Montag 11. Februar 2008, 22:00 Uhr :: Sprecherin Johanna Jaufer - Gestaltung Barbara Köppel


  • Fernsehbeitrag ORF2 Aviso
    Sonntag 10. Feburar 2008, 10:30 Uhr


  • Zeitungsartikel Wirtschaftsblatt :: Und wie klingt Ihr Einkauf heute?
    Nr. 3036 :: 25.-26. Jänner 2008 :: Seite 27 :: Artikel von Stefan Meier


  • Zeitungsartikel City Stadtzeitung :: Wenn der Einkauf klingelt
    Ausgabe 4/2008 :: Seite 5 :: Artikel von Johannes Luxner


  • Artikel Silver Magazin :: Ein Solo dem Tomatenmark
    NR. 14/2007 :: Seite 13 :: Artikel von Florian Flicker


Verwendung d. Fördergelder

Kostenaufstellung

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Finanzierungsplan

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Zeitplan

  • Dezember 06 - Mai 07
    Entwicklung des Prototypen


  • Mai 07 - Jänner 08
    Entwicklung von weiteren Kompositionsstrukturen und Instrumentierungen mit unterschiedlichen Komponisten. Programmierung und Umsetzung der „Sound of Shopping - Station“. Suche nach Sponsoren und Einreichung bei Förderstellen.


  • Februar 08
    11.2.2008 bis 3.3.2008: Sound of Shopping im M-Ars Kunstsupermarkt
    Mo bis Mi 10-19 Uhr, Do und Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr

    14.2.2008: Präsentation und After Party im M-ARS Kunstsupermarkt ab 19:30 Uhr
    Sound of Shopping Surprise, Party mit DJs Manni Montana & Sweet Susie, Drinks und Snacks


  • März 08
    Einreichung beim Prix Ars Electronica
    Suche nach Sponsoren und Einreichung bei Förderstellen.


  • ab April 08
    Je nach budgetären Möglichkeiten Weiterentwicklung der Arbeit.
    neue Kompositionsstrukturen und Instrumentierungen
    Kompositionssoftware erweitern und optimieren
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