Einreichung Einrichtung 2007-1 Funkfeuer2007

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PROJEKTNAME

Funkfeuer Wien 2007 - (Codename: We built this city)

EINREICHENDER

Verein Funkfeuer Landesgerichtstr 18/2 A-1010 Wien http://www.funkfeuer.at


BESCHREIBUNG DER EINRICHTUNG

Der Verein Funkfeuer sucht um Fördermittel für den Zeitraum 1. Halbjahr 2007 an, um die Vision eines freien Netzwerkes in Wien weiter zu realisieren das bestehende Netz mit verbesserte Technologie auszubauen, zu erneuern anderen Netzkultur- und Netzkunstprojekten unkomplizierte (mobile) Internetanbindung zu ermöglichen, und um das Netz mit Internettelefonie (VoIP) zu erweitern.


Was ist das Funkfeuer?

Funkfeuer ist ein freies experimentelles Netz in Wien, Graz, Bad Ischl und im Weinviertel. Die Grundidee dabei ist, dass Mitglieder jeweils einen eigenen Netzwerkknoten basierend auf 802.11a/b/g Technologie (aber auch andere frei nutzbare Übertragungstechnologien wie FSO usw.) aufbauen, betreiben und entsprechend dem PicoPeering Agreement freien Daten-Transit garantieren. Jedes Mitglied („Knotenbetreiber“) ist für seinen Netzwerkknoten verantwortlich und muss soweit diesen auch bezahlen. Dank des PicoPeering Agreements ist die Nutzung des Funkfeuer Netzwerkes für alle Teilnehmer gratis.

Im Zusammenspiel mit dem dynamischen Routing Protokoll OLSR (http://www.olsr.org) entsteht so relativ einfach ein gemeinschaftliches Netzwerk im Besitz der User. Funkfeuer stellt ein interessantes partizipatives Modell der gängigen Meinung, dass das Internet von einer Firma kommt, entgegen. Das Motto ist statt "ich will ins Netz" einfach nur "ich bin das Netz".

Demnach ist Funkfeuer offen für jeden und jede, der/die Interesse hat und bereit ist mitzuarbeiten. Es soll dabei ein nicht reguliertes Netzwerk entstehen, welches das Potential hat, den digitalen Graben zwischen den sozialen Schichten zu überbrücken und so Infrastruktur und Wissen zur Verfügung zu stellen. Kollektive Eigentümer des Netzes sind die Netzknotenbetreiber.

Zur Teilnahme an Funkfeuer braucht man einen WLAN Router (gibt's ab 50 Euro) oder einen PC, das OLSR Programm, eine IP Adresse von Funkfeuer, etwas Geduld und Motivation.

Seit Mai 2006 wird die Anbindung an das Internet für das Netzkulturzentrum Metalab über die Infrastruktur des Funkfeuernetzes bereit gestellt. Der Uplink (Anbindung) von Funkfeuer ins Internet wird von den Wiener Providern Next Layer und Silverserver gesponsert.

Zusätzlich betreibt Funkfeuer ein Server Housing (http://housing.funkfeuer.at) und bietet der hiesigen Netzkultur einen digitalen Raum zum Selbstkostenpreis. Eine weitere Zielgruppe sind Privatpersonen, die aus Interesse gerne preiswert einen eigenen Server betreiben wollen.

Als nächsten Schritt will Funkfeuer sein Netzwerk erneuern, da der Ansturm von Aktivisten unsere derzeitige Computerserverlandschaft kaum mehr bewältigen kann und wir auch stromsparende Technologie auf- und umrüsten wollen. Auch soll das Funkfeuer-VoIp-Projekt einer größeren Gruppe von Aktivisten zur Verfügung gestellt werden.

Funkfeuer ist ein gemeinnütziger Verein und ist aus einer Privatinitiative des Vorstandes entstanden. Funkfeur sieht sich als wichtiger Teil der Netzkultur in Wien. Es existiert seit Anfang 2004.


Vorjahresaktivitäten und Ausblick

Freie Netze wie Funkfeuer existieren mittlerweile fast in jeder größeren europäischen Stadt. Vorreiter war consume.net und free2air in London, gefolgt von Freifunk.net in Berlin. Funkfeuer pflegt intensiven Kontakt zu diesen Netzen und den dahinterliegenden Open Source Entwicklern. In den U.S.A werden Netze wie Funkfeuer als „municipal wireless networks“ bezeichnet. Üblicherweise werden sie von der Stadt in Auftrag gegeben. Sie stellen eine extrem billige Variante im Vergleich zu konventionellen Mobilfunknetzen dar. Übliche Summen in kleineren Städten sind 100.000,- bis 500.000,- US Dollar für ein stadtweites Netz, das den Bürgern (meist gratis) zur Verfügung steht. 2006 fanden die Initiative zahlreiche neue Mitstreiter und Interessenten.

Eckdaten zu Funkfeuer Wien (Stand März 2007)

Eingetragene Mitglieder 140

Neue Mitglieder 2007 31

Funkknoten 80

Router 202

Besucher Montagstreff durchschnittlich 30-35 / Woche

Website Besucher 14000 unique visitors/Monat

Core Team / aktive Mitarbeiter 32 Leute

Mitglieder auf der Mailingliste 380 Leute


Am 24. und 25. November fand die Funkfeuer-Convention in Wien statt. Rund 70 Leute informierten zwei Tage sich über den Stand der Dinge.


Auszug Presseberichte:

3/2007, BBC World Service Bericht über FunkFeuer in der Sendung Culture Shock

19. März 2007, ORF2 Beitrag in Treffpunkt Kultur, Bericht über OpenSource/FunkFeuer

Ausgabe 3/2007, Trend Funkfeuer und der 100-Dollar-Laptop

11. März 2007, Ö1 Freie Netze (Bericht über Funkfeuer)

30.8.2006, Puls TV Bericht über Funkfeuer in der Sendung Metro

3.8.2006, Radio Antenne Wien Interview Radio Antenne Wien

2.8.2006, Kurier "Gratis Internet fuer alle" ( http://www.kurier.at/nachrichten/techno/21465.php )

6.7.2006, Der Standard Der Standard Artikel vom 6.7.2006 ( http://derstandard.at/?url=/?id=2507700 )

2.03.2006, DaddyD Webtip http://fm4.orf.at/daddyd/212394/main

16.3.2006, Report "Breitband - wieder abgedreht " berichtet über das Verschwinden von One und T-Mobile Hotspots und alternativen Ansätzen bei FunkFeuer ( http://www.report.at/artikel.asp?kid=1&mid=1&aid=9454 )

04.03.2006, ORF FuZo ( http://futurezone.orf.at/it/stories/93296/ )

FunkFeuer und Löcher in Watzelsdorf Dem Menschen kann geholfen werden. Walter Gröbchen hätte gerne Internet in Watzelsdorf. Man möchte es nicht glauben, aber dort gibt es auch FunkFeuer. ( http://oe1.orf.at/highlights/49502.html )

stream-on-the-fly Team Teicheberg's Funkfeuer Präsentation: http://bacchus.univie.ac.at/home/all/index.php?id=148

FutureZone Behandelt das Thema freier Bürgernetze in Wien und im speziellen FunkFeuer. ( http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=261023 )

FutureZone Zum Thema WLAN Sicherheit und unserem gewollt offenen Netz. ( http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=251591 )

24.6.2005, Profil Artikel im Profil vom 24.6.2005 über Funkfeuer, Seite 110

Querverbindungen

Projektspezifische Kooperationen zeichnen sich mit anderen Wiener Vereinen (Metalab, Vivi-Community, Teaam Teichenberg, Happylab, Radio Orange, Okto TV, Verein Quintessenz...) und Bildungseinrichtungen wie der TU Wien ab. Zusätzlich bestehen durch das Housing-Projekt zarte Bindungen zu Wiener Netzkünstlern wie Esel.at oder Sonace.

Kostenplanung 2007

Wir müssen dringend unsere Computerserverlandschaft erneuern und wollen auf stromsparende Geräte sowie Virtualisierungssoftware umsteigen. Zusätzlich wollen wir auch 2007 wieder eine Convention durchführen und so Interessierten Infos und Wissen aus erster Hand vermitteln. Ergänzend soll unser Wlan und VoIPnetz erweitert werden. Es gibt keine Personalkosten bei Funkfeuer - sämtliche Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt.

Wir suchen daher um Mittel in der Höhe von EUR 25.000- aus der Einrichtungsförderung an.

  • 12.300, Ankauf stromsparender Computerserver
  • 500, Verbrauchsmaterial (Reinigungsmittel, Bürobedarf, Kabel, Stecker, ...)
  • 4.000, Durchführung Convention 2007 (Buffet, Raummiete, Beamer, Reinigung, Technische Ausrüstung, Getränke, Erstellung Dokumentation...)
  • 5.000 Ankauf Mini-ITX Rechner, elektronischen Geräten und Wlan-Router zum Ausbau der VoIP-Services
  • 3.200 Ankauf neuer Ip-Adressen für das Funknetz

Der Verein selbst wird durch Spenden und Sponsoring im ersten Halbjahr 2007 5000 Euro in den Umbau und Ausbau des Netzes einbringen.

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