Einreichung Einrichtung 2007-2 DISKURSMASCHINE (DM) mobile Infrastruktur

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Einrichtungsförderung


Diskurskollektiv “SALON” - we trans-form tools into weapons


Lilo Nein (Kulturproduzentin und angehende Prolointelektuelle)

Martina Nowak (Wattestäbchen, kete, flamingo club, Volxtheaterkaravane)

Alexander Nikolic (economy class, Slum-TV, serious-pop, under the brigde, camp-project)

n.N.

und weitere...



Projektbeschreibung

DISKURSMASCHINE (DM)- eine mobile Infrastruktur


Die mobile DM ist die Konsequenz des papierlosen Büros.


Wir brauchen nicht neue Orte, wir brauchen neue Räume. Wir verstehen Raum in
(post)-Lefebvreschen Sinn als relationale Größe, auf die wir insofern Einfluss haben, als wir ihn performativ mitproduzieren. In diesem Sinne gilt es dem Raum den Gebrauchswert zurückzugeben, den er/wir verdienen. Wir wollen mehr und zwar anders!


Wir werden eine mobile DM produzieren, die bestehende Bedeutungen des Textes Stadt infrage stellt. Diese Maschine wird eine mobile Maschine sein. Spontan und flexibel, um mit der Geschwindigkeit der heutigen Flüsse und Berge mithalten zu können. Die Ziele dieser Maschine werden tagspolitische Diskurse sein, in die es zu intervenieren gilt.


Wir verorten uns in einer Tradition aktionistischer, aktivistischer und situationistischer Linien, die es weiter zu zeichnen gilt. In diesem Sinne suchen wir neue Formen einer politischen Ästhetik der Kunst. Diese Formen werden transmedial und von der Übersetzung von einer Form in die andere getragen sein.


Übersetzung und Transformation erscheinen uns als zeitgenössisch adäquate Antworten auf durch private Investoren wachsende Museen, Biennalen und Dokumentas. Deshalb werden wir uns auch keiner Repräsentationslogik folgend festlegen lassen. Wir werden das Netz füttern, keine Kunstpflänzchen gießen.


Unsere virtuellen Schreibtische bekommen eine mobile Verlängerung. Wir benützen sie, um transmediale Nachbarschaften zu produzieren. So sollen unsere Beiträge im Netz keine Dokumentationen oder Repräsentationen sein. Unsere Interventionen im öffentlichen Raum werden erst durch die Interaktion und Übertragung ins Netz als solche lesbar. Das Nachbarschaftskonzept soll die Eigenständigkeit der einzelnen Formen garantieren. Konkret werden das soziale Kartographien, streams der Interventionen und Performances, geo tagging, usw. sein.


Die DM wird ausgestattet mit einer Soundanlage, einem Videobeamer, Router, Mesh-Protokolling, Laptop, Videokamera und einem Stromgenerator.


Das Diskurskollektiv “SALON”, als Betreiber der mobilen Infrastruktur DM ist für thematische Kooperationen jederzeit offen.



Kalkulation:


PA – Anlage Verstärker 1200 Euro

Lautsprecher + Ständer 1500 Euro

Videobeamer 1500 Euro

Laptop 1800 Euro

Kamera 1500 Euro

Router, Antennen 400 Euro

Stromgenerator 4000 W 1500 Euro



Summe 10400 Euro







Themenpartner und oder Kooperationspartner:


Afrika TV (angefragt)

Jedinstvo Jugoslawischer Arbeiterklub (angefragt)

u.a.

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