Einreichung Einrichtung 2007-2 PLAYFM ARCHIV DER WIENER ELEKTRONIKSZENE IM INTERNET

Aus NetzNetzWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

PLAY.FM – Archiv der Wiener Elektronikszene im Internet

http://www.play.fm


Bisherige Tätigkeiten:

PLAY.FM verdankt seine Existenz vor allem der Abteilung Kultur/Neue Medien der Stadt Wien, welche mit einer Förderung von 5.000,- im Jahr 2004 den Start und im Jahr 2006 die Fortführung des Projektes ermöglichte. Inzwischen umfasst das Audioarchiv über 15.000 Stunden Audiomaterial: Das sind einerseits Radiosendungen, die von Wiener Artists und Labels wie zB Electric Indigo, Klein Records und Deephousemafia seit mehr als 3 Jahren im PLAY.FM Studio produziert werden; andererseits wurden zahlreiche Performances Wiener DJs, Live-Acts und Bands aufgenommen und archiviert. Das gesamte Archiv steht der Öffentlichkeit online, on-demand und kostenlos unter www.play.fm zum Anhören zur Verfügung und wird mittlerweile von ca. 70.000 Personen pro Monat genutzt. Bisher haben sich über 60.000 Personen registriert und jedes Monat kommen ca. 2.000 neue User dazu.

Auch die Vielfalt des Angebots wächst ständig: Seit Dezember 2004 werden täglich 4 Stunden Radioprogramm produziert, das sind 120 Stunden bzw. ca. 75 verschiedene Sendungen pro Monat, welche von über 200 Sendungsmachern gestaltet werden. Hinzu kommen mehr als 150 Stunden Mitschnitte von Live-Performances und Konzerten, welche in verschiedenen Clubs in Wien jedes Monat aufgenommen und in die Datenbank eingepflegt werden. Da aber die Statistik gezeigt hat, dass immer wieder auch alte Sendungen und Mitschnitte intensiv gehört werden, wurde bisher aus dem Archiv nichts gelöscht. PLAY.FM ist somit nicht nur zu einem wichtigen Medium für die Wiener Elektronikszene geworden, sondern hält auch ihre Entwicklung im Lauf der Jahre fest.

Darüberhinaus betreibt PLAY.FM in der Lounge im quartier21/MQ seit Juni 07 einen Ausstellungsraum und eine Mediathek für DJ- und Clubkultur.

So erfreulich diese Zahlen sind und somit die Tatsache, dass das PLAY.FM Archiv die Wiener Elektronikszene auch im Ausland bekannter werden lässt, so prekär ist jedoch die finanzielle bzw. personelle Situation des Projektes, welche durch eine Förderung aus der "Einrichtungsförderung" für die nächsten Monate verbessert werden könnte:

- die monatlichen Fixkosten können nur geringfügig durch kleine Events, Eigenfinanzierung und Sachspenden gedeckt werden;

- Serverhardware und das Audioequipment sind grossteils veraltet, reparaturanfällig und müssten durch professionelles, neues Equipment ausgetauscht werden

- die Kosten für das Serverhousing bzw. den Traffic (ca. 3 Terrabyte pro Monat) sowie die Musiklizenzen steigen aufgrund der wachsenden Userzahlen ständig

- der Betrieb des Archivs wurde bisher gänzlich durch ehrenamtliche Arbeit von ca. 30 Mitarbeitern aufrechterhalten (Redakteure, Tontechniker, Serveradministratoren, Programmierer, etc.). Der ständig steigende organisatorische und redaktionelle Aufwand verlangt aber nach dauerhaft beschäftigen Personen im Ausmaß von ca. 3x 20h pro Woche (Projektleitung, Chefredakteur, Studiobetreuung) und zugekaufter Leistungen Dritter (Programmierer, Serveradministratoren, Grafiker, Tontechniker, etc.)

- die Bewerbung des umfangreichen Angebots ist bisher in erster Linie Mundpropaganda zu verdanken; die Applikation aktiver Werbemaßnahmen (Entwicklung einer CI, Pressearbeit, Printwerbung, etc.) könnte in Zukunft der Wiener Elektronikszene zu weit höherer internationaler Bekanntheit verhelfen und würde das Bild Wiens als Kunst- und Kulturstadt erheblich stärken.


Zufkünftige Maßnahmen:

+ Einbindung von Videos (Visuals, Interviews, Radiosendungen) in die Datenbank + Monatliche Ausstellungen von junge Künstlern der Medienkunstszene in der PLAY.FM Lounge + Wöchentlich wechselndes VJ-Lineup, kuratiert von Eva Fischer (soundframe festival)

Anschaffung von neuem Equipment & Erhalt der Infrastruktur: + Miete für Serverhousing, Datentraffic, Bandbreite, Administration + Audio- & EDV-Equipment (zur Aufnahme der Sendungen & Live-Performances) + Videoequipment + Bürogeräte (EDV, Kopierer, Scanner, Drucker,..) + Lizenzabgaben an Verwertungsgesellschaften (für das Anbieten von Musik im Internet) + Miete für Räumlichkeiten + Miete für die Internetleitung vom Studio zum Serverstandort (Standleitung)

Ungefähre Gesamtkosten:


Personal:


Projektleitung (20h) 20.800,-

Chefredaktion & Marketing (20h) 20.800,-

Studiobetreuung (35h) 13.650,-

Programmierung 3.000,-

Grafik 2.000,-

Tontechnik 1.000,-


Summe: 61.250,-


Infrastruktur:


Server Equipment 2.000,-

Serverhousing, Traffic 7.200,-

Audio-, EDV-, Video-Equipment 9.000,-

Abgaben an Verwertungsgesellschaften 6.000,-

Miete Räumlichkeiten pro Jahr 13.200,-

Miete Internetleitung 840,-

Sonstiges 1.800,-


Summe: 40.040,-


Gesamtkosten 101.290,-


Angesucht wird um EUR 25.000,- für die Finanzierung der Infrastruktur. Der Rest der Kosten wird über Sponsoren, Eigenleistung, Events und Selbstbesteuerung der Sendungsmacher erbracht.

Persönliche Werkzeuge