Einreichung Projekt 2007-1 Roboexotica

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Einreichende:

Christoph Veigl, Robert Martin

Inhaltsverzeichnis

Projektbeschreibung

Die Roböxotica gilt als das erste Festival der Cocktail-Robotik weltweit. Seit 1999 präsentieren wir im Rahmen der Roböxotica aktuelle technische Entwicklungen der Service-Robotik im sensiblen Umfeld der Cocktailkultur gemeinsam mit künstlerischen und philosophischen Sichtweisen. Das Festival besteht aus einem Ausstellungsteil mit Exponaten und einem Symposium, an dem internationale Gäste teilnehmen. Die Programmpunkte bieten Anreize für ein heterogenes, jährlich wachsendes Publikum. 2006 durften wir geschätzte 1200 Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellung und beim Symposium begrüßen. Darüberhinaus bietet die Webplattform http://www.roboexotica.org einen Überblick auf das philosophische Konzept und die bisherigen Events, die partizipierenden Künstlerinnen und Künstler sowie die kuriosen Exponate, die teilweise extra für die Ausstellung angefertigt wurden. Aktueller Austragungsort ist der Freiraum des Wiener Museumsquartiers, der Eintritt ist kostenlos.

Im Rahmen der Annual Cocktail Robot Awards (ACRA) werden die eindrucksvollsten Roboterprojekte von einer Jury in den folgenden fünf Kategorien prämiert:

           1. Cocktails mixen 
           2. Cocktails servieren
           3. Bar Konversation
           4. Zigarren oder Zigaretten anzünden
           5. andere Errungenschaften auf dem Gebiet der Cocktail-Kultur

Robomoji, der Mojito-Roboter und Alan, der mobile Snack-Bot, sind zwei von vielen interaktiven Maschinen, die im Rahmen der Roboexotica bereits mit dem goldenen Cocktail Robot Award prämiert wurden.

Die Roböxotica hat sich zu einem international bekannten und geschätzten Forum für interaktive Roboterkunst entwickelt, viele unserer Gäste kommen jährlich nach Wien und helfen dadurch, die cocktail-robotische Community auszubauen und zu stärken. Durch Tourneen und Auftritte im Ausland ("Roböxotica extern") werden Werke lokaler Künsterinnen und Künstler international bekannt gemacht. Berichte über das Festival finden sich in einschlägigen Printmedien wie Make oder Wired Magazine.

Querverbindungen

Die organisatorische Leitung der Roboexotica teilen sich drei Gruppierungen:

Das Kernteam besteht aus 10 Personen, daneben sind bis zu 80 Leute an der Realisierung des Festivals beteiligt. Entsprechend heterogen ist auch das Spektrum der Qualifikationen: Es erstreckt sich von der Programmierung und vom Design elektronischer Schaltkreise über Metallhandwerk und Webdesign bis zu kulturtheoretischer Forschung und Technikphilosophie.

Eine Auswahl der bisher beteiligten Institutionen und Gruppen:


Zeitplan

  • erstes Halbjahr 2007:
 Gründung eines Trägervereins
 Neuorganisation der Arbeitsgruppen
 Dokumentation, CD/DVD-Authoring
 Überarbeitung der Webpage, Umstieg auf ein CMS
 Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoringanträge
 Ausbau der internationalen Kontakte,
 Präsentation des Festivals in San Francisco
 Unterstützung von Neuentwicklungen und Verbesserungen von Roboterprojekten
 Ausarbeitung des Leitthemas der Roböxotica 2007


  • zweites Halbjahr 2007:
 Ausschreibung für die Ausstellungsteilnahme
 Ausschreibung für die Symposiumsteilnahme
 Entwurf von Flyer, Plakat und Folder für das Festival 2007
 Pressearbeit
 Übersetzungen
 Organisation der Infrastruktur für die Ausstellung
 Organisation der Infrastruktur für das Symposium
 Organisation der Unterbringungsmöglichkeit für die Gäste
 Vorbereitung der Location, Technik und Aufbau
 Realisierung des Festivals Mitte November


Finanzplan

  • Die Realisierung des Festivals ist zu großen Teilen von der Förderung der Stadt Wien abhängig.
  • Der hier angesuchte Betrag dient zur Finanzierung der Vorhaben des ersten Halbjahres 2007:

Ausgaben

Aufschlüsselung von Honoraren und Sachkosten:

  1. Webdesign, Umstieg auf CMS: Euro 1.800
  2. Dokumentation auf CD-ROM, Videoschnitt: Euro 2.000
  3. Öffentlichkeitsarbeit, Förderungsanträge: Euro 1.500
  4. Telekommunikationskosten: Euro 700
  5. Materialkosten (Druck, Büro): Euro 600
  6. Übersetzungen und Pressearbeit: Euro 500
  7. 3 Flüge für die Präsentation in San Francisco: Euro 2.400
  8. Unterstützung für Roboterentwicklungen (1. Halbjahr 07): Euro 3.000
  9. Rücklagen für Flüge und Transportkosten(2. Halbjahr 07): Euro 4.000

gesamt: Euro 16.500


Einnahmen durch Förderungen bzw. Eigenleistungen:

  1. Firmen- und Sachsponsoring: Euro 1.500
  2. Eigenleistungen (an Arbeit): Euro 3.500
  3. NetzNetz - (Medienkunstförderung-MA7) - angefragter Betrag: EURO 11.500

gesamt: Euro 16.500


Eine Förderung des BMUKK (Sektion Kunst) für das 2. Halbjahr 2007 und die Realisierung des Festivals wird beantragt.


zu den Personen:

Robert Martin - Kurzbiographie

geb. 3. 12. 1974 in Kempten (Allgäu)

  • Ausbildung
  Grundschule in Kempten
  1990 - 1994 Ausbildung zum Elektroniker
  Erwerb fundierter Kenntnisse in Metallbearbeitung
  Ausbildung zum Netzwerktechniker
  • seit 1998 in der Wiener Kulturszene tätig
  • seit 2001 Arbeiten im Rahmen der Roboexotica
  • 2003, 2004: Geländeverantwortlicher Arena Wien
  • Anfertigung von Roboterinstallationen und elektronischer Schaltungen in Bereich interaktive Kunstinstallation, darunter
 2001: Barfly, automatische Gondel zur Drinkzustellung im Kunstraum Vekks
 2002: Charlie, der intelligente Barhocker
 seit 2002 Arbeit am Robomoji, dem automatischen Mojito-Mixer
 seit 2004 verstärktes Engagement bei der Ausstellungsorgansiation für die Roboexotica.


Christoph Veigl - Kurzbiographie

geb. 31.5. 1974 in Steyr, OÖ.


  • Ausbildung:
  1980-1988  Besuch der Grundschule in Strengberg (Niederösterreich)
  1988-1992  Absolvierung der HTBLA Leonding für EDV und Betriebsorganisation
  1993-2002  Studium in Wien: Soziologie (Uni Wien), 
             technische Informatik, Biosignalverarbeitung (TU Wien, MedUni Wien)
             Abschluss Bakk. Software und Information Engeneering (TU Wien)
  2003-2006  Masterstudium Medizinische Informatik (TU Wien),   
             Diplomarbeit: "Ein universelles System zur Anwendung von Biosignalen im Biofeedback und als Human-Computer Interface"

  • seit 1998 Anfertigung von interaktiven Installationen und Objekten :
  GuitarPlaying Robot: autoaktives Saiteninstrument an Marshall-Verstärker 
  BioSignal-Transmitting Pod:  Neurostimulationskammer mit Atemsensor und akustischem Biofeedback 
  Brain Washing Machine: EEG-Feedback in einer Bauknecht-Waschmaschine (mit SHIFZ)
  Teleroboted Brainwashing System: TeleRoboter mit VirtualReality-Interface (mit SHIFZ)
  Fremdes Führung: eine sensorgesteuerte Installation triggert bewegungsgesteuert Eindrücke von verschiedensten Orten Wiens (mit SHIFZ)
  AL/neteye: mobiler Kameraroboter für das Volk filmt den Überwachungsstaat (in Kooperation mit NurSchrec Berlin)
  Brain-Racing: Gehirnwellengesteuerte Autorennbahn (2 PilotInnen beschleunigen Slotcars mittels Alpha-Aktivität ihrer Gehirnwellen)
  BrainBay: Open-Source Neurofeedback-Software für das OpenEEG-Projekt


  • 1999 Mitgründung des ROBOEXOTICA-Festivals für Cocktail-Robotik, Entwicklung von Robotern


  • Vorträge, Publikationen, Öffentlichkeitsarbeit (Auswahl) :
  "EEG-Feedback and OpenSource EEG-Projects", Netclub Buryzone, Bratislava (2003)
  "Biofeedback and the Arts", Institute for Interface Culture, Kunstuniversität Linz (2004)
  "Infobowl - Making an Interactive Multimedia-Terminal", Institut für Robotertechnik, TU Wien (2005)
  "The History of Robotics in Science and Fiction", Institut für Robotertechnik, TU Wien (2005)
  "Tunig the Turing Test", Cuisine Digitale, Museumsquartier Wien (2005)
  "An Open-Source System for Biosignal- and Camera-Mouse Applications", Young Researchers Consortium, International Conference on Computer Helping People, ICCHP 2006
  Workshops zu den Themen Biofeedback und Robotik, Internationale Ausstellungen und Präsentation von Arbeiten in Berlin, Wiesbaden, Kopenhagen, Zagreb, Ljubliana, Bratislava


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