Einreichung Projekt 2007-2 Artists' Voices

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Hier meine im ersten Halbjahr unter den Einreichungen einfach nie berücksichtigte Einreichung nochmals für das zweite Halbjahr:

Kunst im Trend. Artists’ Voices.

visit: http://www.kanonmedia.com/portfolio/voices.htm http://artistsvoices.blogs.sonance.net/

Eine Projekteinreichung von kanonmedia Verfasserin: Alexandra Reill Wien, 2007


Thema: Eine Studie zur Rolle und Position des/der KünstlerIn in einer zeitgenössischen Gesellschaft unter Kommunikation mit einer Vielzahl von KünstlerInnen und einer Analyse deren Selbstverständnisses und deren Positionierung und Funktion in einer Gesellschaft ist Kernthema, das über den Zeitraum von einem Jahr erarbeitet und mit medialen Methoden aufbereitet in Form eines kollektiven kommunikativen Prozesses aufbereitet wird.

Welche Relationen bestehen zwischen wirtschaftlichen Aspekten und inhaltlicher Arbeit, wie sieht entsprechendes Wissens-, Marketing-, Kommunikations- und Finanzmanagement für den/die zeitgenössische KünstlerIn aus? Welche Konsequenzen hat wirtschaftlich konditionierte Vernetzung auf die Rolle des/r KünstlerIn – hier verstanden vor allem auch als ForscherIn – und die Implementierung welcher „Art von Aufträgen“ zeichnet heute den/die bildende KünstlerIn aus? Wurde in den letzten beiden Jahrzehnten die IchAG diskutiert, so gilt es heute vielleicht, nach der Funktionalität von WirAGs und den neuen Herausforderungen in der Lebensorganisation ebenso wie in der inhaltlichen Positionierung von KünstlerInnen zu fragen.

Bisher teilnehmende KünstlerInnen:

Nicole Baier film/video/media artist, A Korhan Erel musician, TR Murat Ergin painter, TR Heidulf Gerngross architect, A Genco Gülan performer/media artist, TR Yesim Gülan actress/theater director, TR Jeremy Hight conceptual artist/writer/musician, US Kurt Hofstetter media artist, A Salvatore Ionesci artistically inclined human being/ process artist/new media artist, I Mandana Alavi Kia dancer/performer/singer/painter, IR Gerald Kofler journalist/photographer, A Tina Leisch theater and film director, A Alexander Nikolic video maker/communication guerilla cosmopolitan Marika Schmiedt film maker, A Walter Stach artist/art mediator, A Eve Tsirigotakis TV journalist, GR Leen Vandereyken author/theater director, B Frederik de Wilde media artist, B Herbert Wulz in-/exformatic designer, A


Formale Umsetzung und Struktur: Kunst im Trend. Artists’ Voices. möchte sich in verschiedenen Formaten präsentieren, wobei alle Formate den inhaltlichen Schwerpunkt in der Kommunikation haben, die medial begleitet wird.

Die Kommunikationsformate für das Wissensmanagement von Kunst im Trend. Artists’ Voices. sind:

1. Studie

2. Erstdruck einer Publikation nach 1 Jahr, Auflage mind. 100 Stück

3. Produktion und Redaktion video weblog

4. regelmäßige Bespielung themenbezogener mailing lists, weblogs und wikis

5. Pressearbeit; Features auf Video- und Audiokanälen, z.B. Radio Orange, FM4, Okto TV

6. regelmäßiger Diskurs von Rechercheergebnissen in Kombination mit Screenings der einzelnen Interviews

7. Produktion von 12 Videos á rd. 20’ = Video Series

7. Doku: Video, ca. 40’.

8. Hotline-Nummer: Telefonisches Beratungsservice für KünstlerInnen, ManagerInnen, Verwaltung und Politik zur Beratung in Wirtschaftsfragen und Fragen zu Förderpolitik, mit Schwerpunkt EU-Förderungen sowie telefonisches Vermittlungsservice zur kostengünstigen Inanspruchnahme von Beratungsseminaren zu Steuerberatung für Vereine, Firmen und Neue Selbstständige

9. Veranstaltung von 4 solchen Beratungsseminaren unter Einladung von SteuerberaterInnen und MedienrechtsexpertInnen


Themenfeld, Analyse, Fragebogen, Evaluierung Als Ausgangspunkte für die Studie dienen die Prozesse, die in den Jahren 2004-2006 unter dem Projekt netz.netz und im Rahmen der Umstrukturierungsversuche der Stadt Wien zur Vergabe von öffentlichen Fördermitteln im Bereich Medienkunst und Netzkultur durch den Einsatz von Voting Systemen, im Rahmen welcher AntragstellerInnen simultan zu einer Einreichung auch über die Vergabe von Fördergeldern bestimmen, stattgefunden haben.

Im Rahmen dieser Prozesse unterliefen eine Reihe von Kernfaktoren zum Selbstverständnis von KünstlerInnen, deren Existenzformen und deren Vernetzungen intensiven Diskurs, der als Basis einer Analyse und Evaluierung dienen soll.

Insbesondere Social Reputation Systems sind in diesem Kontext zur Evaluierung und Positionierung des/r KünstlerIn in einer Gesellschaft herangezogen worden. Social Reputation Systems entstammen der Welt der Wirtschaft und stehen in engem Zusammenhang mit Online-Produktbewertungen. U.a. werden heute in großen Unternehmen Social Reputation Systems dazu herangezogen, strukturelle Steuerungen im Bereich der firmeninternen Kommunikation von MitarbeiterInnen einsetzen zu können, letztlich, um soziale Tendenzen unter MitarbeiterInnen besser einschätzen und zum Ziele einer effizienten Betriebssteuerung günstig beeinflussen zu können.

Bis dato sind in diesen Diskurs Grundlagen der Kunst- und Medientheorie ebenso wie aus den Cultural Studies nicht wirklich eingeflossen. Die Einbringung von kernhaften Argumentationen aus diesen Feldern ist vor allem auch Anliegen der Studie Kunst im Trend. Artists’ Voices.

Als Ausgangsbasis soll ein Fragebogen der Systematisierung des Themenfeldes dienen. Dieser nähert sich in Form von Interviews der wirtschaftlich/soziologischen Absteckung des Rahmens.

Der Fragebogen (in Kombination mit dem weblog) eignet sich auch spezifisch für einen International Call for Participation. Ein Erstentwurf des Fragebogens liegt vor:


FRAGEBOGEN ZUR HEUTIGEN ROLLE DER KÜNSTLERIN/DES KÜNSTLERS Erstentwurf Alexandra Reill und Irmgard Almer, 31/07/2006

1. Bist Du a) EinzelkünstlerIn oder b) Mitglied einer kunstproduzierenden Initiative? a. b.

2. Insofern Du Teil einer kunstproduzierenden Initiative bist, wie würdest Du Deine Rolle und Funktion in dieser Initiative definieren?

3. Wenn nein, arbeitest Du häufig in Kooperation mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden? a. Ja b. Nein

4. Wenn ja, wie gestalten sich diese Kooperationen in inhaltlicher und in wirtschaftlicher Hinsicht? Welche Formen von Budget- und Arbeitsteilungen kommen zum Tragen? Bitte um Angaben.


5. Wonach würdest Du die Notwendigkeit von Kunst in einer Gesellschaft definieren? (Mehrfachnennungen möglich)

a. Kunst kommt von Müssen. b. Kunst kommt von freiwilligem Produzieren. c. Kunst ist immer schon gesellschaftliche Vorreiterin gewesen. d. Kunst produziert gesellschaftlichen Mehrwert. e. Kunst ist Entertainment. f. Sonstiges (Bitte um Angaben)

6. Wonach würdest Du die Qualität von Kunst in einer Gesellschaft definieren? (Mehrfachnennungen möglich)

a. Kunst kommt von Müssen. b. Kunst kommt von Talent. c. Kunst kommt von Können. d. Kunst kommt von finanziellen Ressourcen. e. Sonstiges (Bitte um Angaben)

7. Lebst Du hauptberuflich von Deiner Kunstproduktion?

a. Ja b. Nein

8. Musst Du neben Deiner Kunstproduktion dazuverdienen?

a. Nein b. Ja

9. Wenn ja, welche beruflichen Tätigkeit/en übst Du neben Deiner Kunstproduktion aus?

10. Wie übst Du diese Tätigkeiten aus?

a. In einem Lohnverhältnis b. Als VollzeitarbeiterIn c. Als TeilzeitarbeiterIn d. Als Vollzeitangestellte/r e. Teilzeitangestellte/r f. Geringfügig Beschäftigt g. Freier Dienstnehmervertrag h. Neue/r Selbständige/r i. Gewerbeschein – Einzelunternehmer j. Gewerbeschein – andere Unternehmensform

11. Welche Rolle hat Deiner Meinung nach ein/e KünstlerIn in einer heutigen Gesellschaft? (Bitte um Angaben).

12. Welche Rolle schreibst Du Dir selbst zu? Was siehst Du als Deine Aufgabe/n an? Was ist Dein Selbstverständnis als KünstlerIn bzw. als Mitglied einer kunstproduzierenden Initiative? (Bitte um Angaben)

13. Glaubst Du, dass es in zehn Jahren verstärkt Förderungen der Wirtschaft für Kunst geben wird?

a. Ja b. Nein

14. Welche Auswirkungen kannst Du Dir, je nachdem welche Antwort Du gegeben hast, von dieser Situation vorstellen? (Bitte um Angaben)

15. Glaubst Du, dass es in zehn Jahren noch Förderungen der öffentlichen Hand für Kunst geben wird?

a. Ja b. Nein

16. Welche Auswirkungen kannst Du Dir, je nachdem welche Antwort Du gegeben hast, von dieser Situation vorstellen? (Bitte um Angaben)

17. Bist Du männlich/weiblich?

a. weiblich b. männlich

18. Wie alt bist Du?

19. Welche Einkommenshöhe netto (nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern) erzielst Du in etwa pro Kalenderjahr?

a. 0.000,-- bis 2.000,-- Euro b. 2.000,-- bis 4.000,-- Euro c. 4.000,-- bis 6.000,-- Euro d. 6.000,-- bis 8.000,-- Euro e. 8.000,-- bis 10.000,-- Euro f. 10.000,-- bis 12.000,-- Euro g. mehr als 12.000,-- Euro

20. Wie viele Personen sind in Deinem Haushalt erwerbstätig?

a. 1 Person b. 2 Personen c. 3 Personen d. 4 Personen e. 5 Personen f. Mehr als 5 Personen

21. Wie hoch in etwa ist das monatliche Haushaltseinkommen netto (nach Abzug von Sozialabgaben und Steuern, inkl. Wohlfahrtsleistungen wie z.B. Arbeitslose, Notstand, Sozialhilfe, Kindergeld, Pension, Wohnbeihilfe, Alimente, etc.)

a. 0.000,-- bis 1.000,-- Euro b. 1.000,-- bis 2.000,-- Euro c. 2.000,-- bis 3.000,-- Euro d. 3.000,-- bis 4.000,-- Euro e. mehr als 4.000,-- Euro

22. In welchem Bundesland ist Dein Hauptwohnsitz?


Die Studie Kunst im Trend. Artists’ Voices. soll in einer Publikation münden, die die aktuelle Lebenssituation von KünstlerInnen ebenso wie deren Selbstverständnis und deren Definition ihrer Rolle und Funktion in einer Gesellschaft in Vergleich stellen möchte zu zeitgenössischen Theorien der (Medien-)kunst, kollektiver Produktion und soziologischen Erkenntnissen aus dem Feld der Cultural Studies.


Video Blog: http://artistsvoices.blogs.sonance.net/

Ein video blog – publiziert in internationaler Ausrichtung - dient als Internetplattform zu den Themen

- Selbstverständnis der/des KünstlerInnen - Motivationen, Kunst zu produzieren - Zielsetzungen der künstlerischen Produktion - Bedürfnisse in der künstlerischen Produktion - Finanzierungsmodelle der künstlerischen Produktion - Rolle des/der KünstlerIn in der Gesellschaft

strukturierten Veröffentlichung von Videoclips mit Darstellungen, Einschätzungen, Einstellungen interviewter KünstlerInnen.

Der video blog wird international bespielt, das Interesse von KünstlerInnen am Thema und an einer Partizipation ist rege. Die Redaktion und infolge aktive Laufzeit des Videoblogs wird daher mit min. zwei Jahren (01.06.2007 bis 30.06.2009) angesetzt.

Team Recherchen, Analyse, Studie Alexandra Reill Konzept, Koordination, Moderation, Videoproduktion Alexandra Reill Kamera und technische Unterstützung bei Events Oskar Wlaschek Soundtrack Videoproduktion und Tonmischung Korhan Erel Programmierungen Herbert Wulz


Bio und Querverlinkungen: visit: http://www.kanonmedia.com/projects/

Budget und Einreichung: Kunst im Trend. Artists’ Voices. wird derzeit von der Abteilung Wissenschaft und Forschung der Kulturabteilung der Stadt Wien und der Bezirksvorstehung 1070 Wien mit 4.500,-- insgesamt für das Jahr 2007 gefördert.

Wir bedanken uns bei der Firma 3 ELEMENTS für die Unterstützung mit Veranstaltungstechnik und bei der Firma datonet ebenso wie bei dem KünstlerInnen-Netzwerk sonance für den zur Verfügung gestellten Webspace. Nicht zuletzt sei WordPress für die Möglichkeit lizenzfreier Nutzbarkeit des Content Management Systems gedankt.

Für Equipment und Veranstaltungskosten für weitere diskursive Veranstaltungen ab 11/07, idealerweise als Jour Fixe monatlich reicht kanonmedia hier ebenso ein wie für eine laufende Redaktionstätigkeit für den Video Blog, die monatlich mit rd. 1.000,-- anzusetzen ist. Bis dato völlig unterfinanziert ist Recherche-, Evaluierungs- und Schreibtätigkeit an der Studie. Je mehr Budget das Projekt daher erhalten kann, desto kontinuierlicher und vertiefender kann das Projekt fortgesetzt werden, das seit seinem Beginn im Frühsommer 2007 sehr gute, auch international sehr gute Resonanz gefunden hat.

kanonmedia, ngo for new media, Richtergasse 12/24, A 1070 Wien Ansprechpartnerin: Alexandra Reill call: ++43[0]6991 820 70 03 mailto: alexandra.reill@kanonmedia.com visit: http://www.kanonmedia.com


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