Einreichung Projekt 2007-2 Installation UNITEDQUEENDOMS
Phase 1 (http://netznetz.net/wiki/Projekt_project_C_2007-1) abgeschlossen.
Nach erfolgreicher Errichtung der Kolonie California www.unitedqueendoms.org sind die Vereinten Koeniginnenreiche zurück in Wien und stehen erneut vor leeren Schatzkammern.
Für die Erhaltung und Fortschreibung der Kolonie brauchen die Vereinten Koeniginnen mehr Gold. Daher stellen wir das Ausstellungsprojekt „united queendoms colonize california“ hier zur Wahl.
AUSSTELLUNGSPROJEKT
united queendoms colonize california
Termine:
1. und 2. Dezember 2007, Amerlinghaus, Wien - 20. Dezember 2007, p.m.k., Innsbruck - 17.Jänner 2008, luzia, Berlin
Als Inszenierung einer historischen Ausstellung wird die Kolonisierung „united queendoms colonize Califonia“ (Juli/August2007) dokumentiert, nachgezeichnet und fortgeschrieben. Zur Präsentation kommen die Insignien, die Navigationssysteme und die koeniginnenlichen Roben, die als statisches Zentrum den Ausstellungsraum dominieren und auf die Bedeutung von Mode/ Kostüm im Spannungsfeld Raum – Körper – Identität(en) als Machtdispositiv verweisen. Das Konzept sieht keine Dauerausstellung vor, sondern wird als situatives Moment inszeniert. Somit wird die klassische Form der Ausstellung (als Schauraum) gebrochen und durch Überaffirmation selbst zum peformativen Akt, zur Intervention. Inhaltlich wird dabei auf eine Tradition von „historic trails“ rekurriert, die über die „großen Erzählungen“ die männliche, weiße, heterosexuelle Heldenfigur ins Zentrum von Geschichtsschreibung setzt und damit „historische Realität“ herstellt. Durch die weibliche (ironische) Aneignung dieser Bilder und Darstellungstypologien werden Ränder und Brüche entlang dieser (mythischen) Aussagen sichtbar. Es wird die Frage gestellt nach Zentrum und Peripherie. Die entlang der performativen Forschungsreise eroberten Orte sind zu landmarks der Kolonisierung geworden. Die Fotoarbeiten zu den einzelnen Stationen werden als Ansichtskarten gedruckt, und die Austellungsbesucherin erhält die Möglichkeit, Grüße aus der Kolonie zu verschicken und damit selbst am Projekt zu partizipieren bzw. es fortzuschreiben.
„how could it hurt you when it looks so good“
Utopia and Dystopia. IN SEARCH OF PARADISE. Zero tolerance.
project C ist das Experiment, wissenschaftliche Feldforschung und theatrale Inszenierung über das ästhetische Moment der Situation zusammenzubringen. Als performative Forschungsreise im Juli/ August 2007 ist project C eine im Raum angewandte, multimedial inszenierte Spurensuche. project C ist die Untersuchung, Reflexion und Dokumentation von Mobilität und ihrer Geschichte, von Körpern und (Geschlechter)Identitäten, von Landschaften und ihren kulturellen Ein- bzw. Beschreibungen und all deren Wirkungen auf die Untersucherinnen selbst. Es ist die Untersuchung der narrativen Funktionen von Landschaft(sdarstellungen), die den Mythos California konstituieren.
Kalifornien. Die Utopie. Produkt des Weges westwärts.
In Kalifornien ist die Utopie zur Destination geworden, hat sich, mit Hollywood als Epizentrum, selbst als solche reproduziert. In Kalifornien ist der Westen an sein Ende angekommen. On the edge. Kalifornien ist Dystopia ebenso sehr wie Utopia.
The queens take it all. The myth needs to be fed.
Es ist die Inszenierung von Mobilität, wie sie untrennbar verstrickt ist mit der Geschichte moderner Wissens- und Machtformationen, am Weg durch die (Stadt)Landschaft Kalifornien.
Fragmentarisch und zitateartig wird Mobilität als Fortsetzung des europäischen Mythos vom Golden West ironisch gelesen und überaffirmativ nachvollzogen.
Zur Ausstellung kommt der historic trail of the united queendoms. Die Frage nach den Identitätskriterien der Kunstfiguren bestimmt die Struktur der Ausstellung. Einzelne Punkte entlang der Route sind zu landmarks geworden. Die Besucherinnen können eine Postkarte von einem dieser historic sites verschicken und damit die Kolonisierung Kaliforniens weiterschreiben.
Follow the flaming traces on the queens' conquest and crusade for real glamour!
Come to see. See to believe. Regalia and tools. Pictures and proofs.
Beantragte Summe, Kosten und Finanzierung
Für die Umsetzung beantragen wir bei MA7 Netzkultur eine Förderung in der Höhe von 1.000,- Euro.
FINANZIERUNGSPLAN Installation_united queendoms colonize california
KOSTEN
Material (Aufhängungen und Halterungen, Ausstattung, Rahmen und Laminierung etc.) 400,00 -- Druckkosten (Plakate, Postkarten, Plots, Flyer&Poster, Fotoausarbeitungen, Ausstellungskatalog 2.500,00 -- Leihgebühren (Geräte, Beamer, Fernseher, DVD-Player, Headsets, etc.) 1.000,00 -- Honorare (SchauspielerInnen, DJs, Fotograph, Layout) 350,00 -- Buffet 200,00
gesamt: 4.450,00 EURO
FINANZIERUNG
MA 7 netznetz 1.000,00 -- MA57 1.000,00 -- Verein Kulturzentrum Spittelberg 800,00 -- Dezentrales Bezirks-Kulturbudget Neubau 600,00 -- Sponsoren 550,00 -- (alle angesucht)
gesamt: 4.450,00 EURO
Künstlerinnenkollektiv "Die Vereinten Koeniginnen": Ulrike Friedl und Claudia Totschnig -- beniciadivae@yahoo.com -- www.unitedqueendoms.org



