Einreichung Projekt 2007-2 eSeL-fragt-sIch-s

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eSeL fragt sIch´s

talk & paste.

Eine zutiefst persönliche Gesprächsreihe mit dem Forschungsziel allgemeingültiger Erkenntnisse


Einreichender

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eSeL (Lorenz Seidler)

via Verein E.S.E.L. in der Kunst 1050 Wien, Schönbrunner Straße 65/14 Obmann & Koordination: Lorenz Seidler

Projektbeschreibung

eSeL führt mit Akteuren des aktuellen zeitgenössischen Kunst- und Kulturgeschehens offene Video Interviews vor laufender Kamera. Erst im Schnitt wird nachträglich eine "konsumierbare" Essenz des Gepräches sichtbar, die durch konventionelle Gesprächsführung / Interviewführung nicht sichtbar würden (...siehe unten) und Aspekte, Strategien und Erkenntnisse "ästhetischer Lebensführung" aufzeigen.


Die Gespräche bieten vertiefenden Einblick in die Denkwelten und Strateien aktueller Akteure an der Schnittstelle zu Medienkunst, Performance und interdisziplinärem Arbeiten. Das Resultat des mehrstündigen Gesprächs wird in einem kurzen Video auf einige Essenzen gebracht. Als Resultat eines mehrstündigen Gespräch und einen mehrtägigen Schnittaufwand möglich ist. (but I like it..!)


Die Gesprächsreihe wird über Videoblog veröffentlicht. Anbindung der Gespräche an aktuelle Anlässe bzw. Kulturgeschehen ist möglich, das Endresultat fokusiert jedoch Aspekte des Gesprächs jenseits des tagesaktuellen Kulturgeschehens. Durchführungszeitraum November bis Februar 2008.


Das Projekt knüpft an bisherige Forschungsprojekte von eSeL an, die aus heterogenen Gesprächsaufzeichnungen homogene Blickwinkel extrahieren.

z.Bsp.

- Radio EDEN. godcasts from Donaufestival 2007 http://eden.esel.at

- Ich bin sh. http://esel.at/ich-bin-sh

- Add on Audio: http://esel.at/add-on

Bei "eSeL fragt sIch´s" ist jedoch die Gesprächssituation bewußt auf den Austausch von zwei Personen (eSeL und Interviewpartner) reduziert, mit denen "der eSeL schon immer reden wollte, aber sich nie getraut hat"


That´s what i am currently doing, folks.


Übersicht über bisherige Aktivitäten: http://about.esel.at

Some Aspects

in Hinblick auf die eigene journalistische Erfahrung müssen folgende "Geständnisse" voran geschickt werden:

- Dominanz des Gesprächsflusses.

"Konventionelle" Interviewen (ohne Wissen um den Schnitt) führt eSeL oft in Hinblick auf Fortgan Gesprächsfluß. Während das Gegenüber auf eine Frage antwortet, überlegt man sich bereits die nächste "Anschlußfrage". Eine vertiefende Gespräch wird dadurch entgegen gewirkt. Zudem verhindert die Obacht auf einen stimmigen Gesprächsverlauf wiederum das assoziative Fragen, bzw. spontanten Themenwechsel.

- Angst vor Peinlichkeit.

Der eSeL ertappt sich dabei, vor dem Gesprächspartner nicht "ahnungslose" wirken zu wollen. Wesentliche Aspekte oder auch unverständnliche Andeutungen werden "durchgenickt" statt vertiefend nachzuhaken oder wiederholt "blöd" zu fragen. Die offene Aufzeichnung erlaubt "peinliche" zuzulassen, und sogar anzustreben. Und auch persönliche Bezüge herzustellen.

- Therapeutischer Aspekt.

Das vorher akkordierte Wissen um die Nicht-Veröffentlichung des "Rohmaterials" erlaubt beiden Seiten persönliche Unsicherheiten , offenen Fragen nachzuforschen, die ansonsten im Sinne "repräsentativer" Aspekte vernachlässigt / verheimlicht werden.

- Zudem werden Gesprächspartner gewählt, die dem eSeL aufgrund ihrer individuellen Position "Respekt" wenn nicht "Furcht" vor dem Gespräches einflößen. Die Vehemenz des Schnittes erlaubt es diesen Menschen offen und ohne überzogene Vorbildung gegenüber treten zu können.

- Vertiefende Erkenntnis. Erfahrung hat gezeigt dass wirkliche Erkenntnismoment über die Gedankengänge des Gesprächspartners erst im Zuge der "Sichtung" des Materials eintreten. Dieser Aspekt wird "proaktiv" im vorhinein berücksichtigt.


- eSeLs Erkenntnisweg. Erneut reiht sich auch dieses Projekt in den eselschen Lernprozess um individuelle Erkentnisse zu gewinnen.

o Inhaltliche Perspektiven. Die Gesprächspartner werden bewußt darauf gewählt, neue Aspekte und Strategien aufzeigen zu können, die wiederum für Allgemeinheit vermittelt und nachvollziehbar gemacht werden.

o Möglichkeit visueller Zusatzkommunikatoin. Erst im Praxiseinsatz zeigen sich in Hinblick auf die Möglichkeiten des Mediums Video, dessen Möglichkeiten trotz einer klassischen formalen Komposition (statische Kameraperspektive auf das Gegenüber) Möglichkeiten bieten, die weit über den Schnitt hinausgehen.

Gesprächspartner

durchgeführt

- Fritz Ostermayer (Schnittphase)

angedacht:

- Valie Export

- Thomas Edlinger

- Peter Weibel

- Sabine Breitwieser

- Boris Groys

- Fritz Rakuschan

- Diedrich Diederichsen

- Andreas Leo Findeisen

- Dietmar Dath

- Mark Z. Danielewski (i´d love to)

- ...

Die Gesprächsreihe läuft bis Februar event. März 2008. Anzahl der Gespräche vorerst offen. (mind. eines pro Monat)

Kalkulation

Kamera Canon HV 20 € 980,00

Videokassetten € 100,00

Grafische & technische Aufbereitung Web Ratte € 800,00

Honorar eSeL € 4.000,00

Summe € 6.080,00

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