Einreichung Vergabewahl 2010 Projekt Kalliope

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Inhaltsverzeichnis

Daten

Update nach Bekanntgabe der Ergebnisse: Danke für Eure Stimmen! Danke an das organisierende Team! Danke fuer die Erweiterung der Moeglichkeiten! Danke!

  • Projekt/Einrichtungsname: Projekt Kalliope
  • Einreichung bei: Erstprojekte
  • Einreichende(r): Clifford Wolf
  • Fördersumme: 3000 EUR

Kurzbeschreibung

Das existierende Projekt Kalliope ist ein Projekt, das es Menschen nichtdeutscher Erstsprache / Muttersprache ermöglicht, am Computer online oder über ein installiertes Programm Deutsch zu lernen. Das Projekt ist frei und unter der Creative Commons veröffentlicht und wird nie komerziell werden. Der Projektantrag soll es ermöglichen, den Grundwortschatz in die wichtigsten Sprachen zu übersetzen, so dass unmittelbar beim Lernen auch die Übersetzung in die Erstsprache des/der Lernenden verfügbar ist. Mit dem Geld soll das Übersetzen entgolten werden. see: http://kurs.kalliope.at Der Kulturbezug ist insbesondere dadurch gegeben, dass die Software österreichisches Deutsch vermittelt. Der Spracherwerb wiederum ermöglicht erst kulturelle Annäherung und Aneignung sowie Begegnung und Integration.

Ausführliche Beschreibung

Der Antragsteller war zusammen mit seinem Team bisher etwa 500 Stunden ehrenamtlich für das Projekt Kalliope tätig. Das Projekt ist gemeinnützig und dient dem kostenlosen eigenständigen Spracherwerb für Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache/Muttersprache. Auf http://kurs.kalliope.at findet sich das Programm, mit dessen Hilfe man eigenständig den Grundwortschatz des österreichischen Deutsch aufbauen kann. Zum einen die gebräuchlichsten Substantiva, zum anderen unregelmäßige Verben. Geplant sind Übersetzungen der Nomen in die Sprachen Russisch, Dari (wird in Afghanistan gesprochen), Polnisch, Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch und entweder Somali oder Französisch. Dazu sind echte Menschen nötig, weil, soweit Übersetzungshilfen am Netz vorhanden sind, diese lediglich ins deutsche Deutsch und nicht ins österreichische Deutsch übersetzen, das ist sehr oft irreführend (zB wird „Kreis“ mit „district“ übersetzt, weil das die in Deutschland meistverwendete Bedeutung dieses Wortes ist, „Abwasch“ wird in der Bedeutung von „dirty dishes“ statt „sink“ übersetzt, etc.). Vorrangig sollen die Übersetzungsarbeiten von Flüchtlingen erledigt werden, das hat den Zweifachnutzen dass MuttersprachlerInnen übersetzen und gleich der Wortschatz erweitert wird, sowie, dass die Expertise der Flüchtlinge wertgeschätzt und gebraucht wird. Das Programm konzentriert bewusst auf oesterreichischen Wortschatz. Wo zwei Interpretationen eines Wortes moeglich sind wird stets die oesterreichische Bedeutung gewaehlt.

(Anmerkung: In einer naechsten Ausbaustufe sollen die Nomen auch von oesterreichischen SprecherInnen nach den Ausspracheregeln des oesterreichischen Hochdeutsch vorgelesen werden. In einer dritten Ausbaustufe sollen die Wörter auch in den übersetzten Sprachen gelesen werden, damit Personen, die in ihrer Erstsprache/Muttersprache nicht alphabetisiert worden sind, die Möglichkeit haben die Bedeutung der deutschen Wörter übersetzt zu bekommen.)

Das Projekt ist extrem niederschwellig. Zur Verwendung des Programms reicht entweder ein Internetzugang, oder, falls auch das nicht gegeben ist, bemuehen wir uns, potentielle UserInnen mit Geraeten auszustatten.

Bei der Auswahl der Bilder (meist via Flickr Photosuche, Bilder unter der Creative Commons Lizenz) wurde darauf Wert gelegt, nicht irgendwelche Bilder zu verwenden sondern solche, welche Klarheit (der Begriff soll unterstrichen werden!) transportieren. Worauf wir bei Wortschatz- und Bildauswahl geachtet haben: - Aufklaerung - Gleichberechtigung - verschiedene Hautfarben - Beachtung verschiedene Traditionen bei Essen und Tracht - Selbstbewusstsein - absoluter Vorrang des oesterreichischen Hochdeutsch gegenueber anderen Formen des Deutschen - Praevention von Homophobie

Das alles ist uns wirklich ein Anliegen und passiert nicht “weil es im Antrag besser ausschaut”. Randbemerkung: Jedes Bild ist mit grosser Sorgfalt gewaehlt, unsere Absicht war ein Befreien und Oeffnen des Geistes wenn man die Bilder sieht.

Verwendung der Fördergelder

(Finanzplan) 6 mal 500 Euro für Übersetzung in 6 Sprachen: Russisch, Dari (wird in Afghanistan gesprochen), Polnisch, Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch und entweder Somali oder Französisch.

Querverbindungen zu anderen Projekten aus der Szene

Wichtige Inputgeber waren:

http://www.adaba.at/

http://www.das-oesterreichische-deutsch.at

Zeitplan

Das Programm existiert ja schon und hat bereits eine breite UserInnenbasis. Umgesetzt werden soll also die in diesem Projektantrag beantragte Übersetzung der Begriffe (Nomen) in andere Sprachen. Das soll sofort bei Zuerkennung starten und bis Jänner 2011 abgeschlossen sein. Örtlich ist es ungebunden, die Ergebnisse liegen ja auf einem Server. Die übersetzenden Personen sind Flüchtlinge bzw. MigrantInnen die in Österreich leben.

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