Jurykandidatur 2008 Sabine Himmelsbach

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(International)


Sabine Himmelsbach studierte Kunstgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians Universität in München, Magisterabschluss in 1992.

Von 1993 bis 1996 arbeitete sie für Galerien in München und Wien, um danach als Projektmanagerin für Ausstellungen und Symposien am Steirischen Herbst tätig zu sein, u.a. für die Ausstellungen "Inklusion : Exklusion", 1996 (Kat.), "Zonen der Verstörung", 1997 (Kat.), "Kunst und globale Medien", 1998/99. Im Jahr 1999 wurde die Ausstellungsleiterin am ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, Germany, z.B. für die Ausstellungen "Iconoclash. Beyond the Image Wars in Science Religion and Art" (2002) sowie „FUTURE CINEMA. Cinematic Imaginary after Film". Sie hat dort als Kuratorin zahlreiche Ausstellungen und Begleitprogramme zu zeitgenössischen und medienkunstspezifischen Kunstthemen realisiert, unter anderem die Ausstellungen "net_condition. Kunst und Politik im Online-Universum", 1999 (Kat.); "Der anagrammatische Körper. Der Körper und seine mediale Konstruktion", 2000; "Malcolm McLaren: Casino of Authenticity and Karaoke", 2000; "Seeing Time: Selections from the Pamela and Richard Kramlich Collection of Media Art", 2000 – 2001; "Olafur Eliasson: Surroundings Surrounded", 2001 (Kat.); "CTRL[space]. Rethoriken der Überwachung, von Bentham bis Big Brother.", 13. Oktober 2001/2002; „FUTURE CINEMA. Cinematic Imaginary after Film", "Iconoclash. Beyond the Image Wars in Science Religion and Art" (2002) „Coolhunters. Jugendkulturen zwischen Medien und Markt“ und „Resonanzen. Körper im elektromagnetischen Feld“ (2005).

In den letzten Jahren hat Sabine Himmelsbach speziell zu den Themen neuer medialer Kulturformen und der Präsentation von Medienkunst publiziert.

Seit September 2005 ist sie die künstlerische Leiterin des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst in Oldenburg, einem der interessantesten Labor-, Diskurs- und Ausstellungsorte für Medienkunst in Deutschland.

Über das Edith-Russ-Haus

„ (...) Schwerpunkt ist nicht der technische Aspekt, die Entwicklung der "Hardware", sondern die Inhalte und die künstlerische Produktion. Neue Medien haben einen großen Einfluss auf das Leben und deshalb auch auf die Kunst. Das Medienkunsthaus greift Themen auf, die gesellschaftsrelevant und zukunftsorientiert sind. (...) Arbeiten im Kontext der Medienkunst sind oft ästhetische Umsetzungen von Phänomenen wie Licht, Bewegung und dem Fluss elektronischer Daten. Diese Kunst tendiert zum Prozesshaften und Immateriellen, und deshalb ist das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst explizit kein Museum, in dem Kunst verwahrt wird, sondern ein Ort, an dem die Kunst in Ausstellungen, Präsentationsreihen und entsprechenden Veranstaltungen diskutiert und präsentiert wird. Ein Ort, an dem in Workshops innovative Ideen produziert und umgesetzt werden.“

Ausstellungen und Kataloge im Edith-Russ-Haus

(Auswahl)

  • My Own Private Reality – Growing up online in the 90ies and 00ies
  • U.a. mit Jonah Brucker-Cohen / Mike Bennett, ubermorgen.com/Paolo Cirio/ Alessandro Ludovico, Tanja Ostojic, Les Liens Invisibles, Annina Rüst Cory Arcangel, Exonemo, Human Beans, Olia Lialina / Dragan Espenschied
  • Olia Lialina /Dragan Espenschied-Text
  • Systemstörung - September 2004 - Januar 2005
    Heute gibt es ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür, dass die eigene Lebenswelt von Systemen beherrscht wird: Technologische Systeme, politische Systeme, Machtsysteme, Gesellschaftssysteme, Datensysteme oder ökonomische Systeme sind hierfür nur einige Beispiele. Die Frage ist, wie man sich innerhalb der jeweiligen Systeme positioniert. Der Wunsch, unter dem Radar dieser Systeme zu agieren, sie zu unterwandern, zu transferieren oder ihre manchmal schattenhaften Strukturen offen darzulegen, ist die Basis der künstlerischen Arbeiten dieser Ausstellung
Persönliche Werkzeuge