Einreichung Projekt 2006 Dorkbot Vienna

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Einreichender: Ablinger Franz


Projekt: dorkbot vienna

Franz Ablinger (*1967), Informatiker, Elektrotechniker, Pionier der Netzkultur. Gründungsmitglied von monochrom. Ich lebe und arbeite in Wien.


Schon früh im elektrotechnischen Umfeld an alternativen analogen Kommunikationsformen arbeitend, entwickelte ich mich unter dem milden Klima der ersten technischen Regungen einer freien digitalen Kommunikation (Fidonet) und den Möglichkeiten, die ich in meinem Studium vorfand, ab 1987 zum Pionier des World Wide Web. Das am Institut fürGestaltungs- und Wirkungsforschung der Technischen Universität Wien im Jahr 1990 unter meiner Mithilfe aufgebaute Hyptertext-System "DarkStar" war ein ernsthafter Anwärter im Rennen um das weltweit zu verwendende Websystem. http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/zope/igw/projekte <http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/zope/igw/projekte> Die Initiative "Digitale Stadt Wien", in der ich als User Interface Designer im Rahmen des genannten Instituts mit eingebunden war, begründete die Anfänge der heute existierenden Internetseiten http://www.wien.gv.at/


Nach einer Idee von Johannes Grenzfurthner gründeten wir gemeinsam die Gruppe monochrom, die sich in der Folge zu einem wild wuchernden interdisziplinären Konglomerat von unterschiedlichsten Interessen entwickelte. Die Netzkultur ist durch monochrom von Anfang an prominent vertreten: Als eine der ersten Gruppen weltweit nahmen wir 1998 einen von mir gebauten mobilen Roboter in Betrieb, der über ein Webinterface gesteuert werden konnte: Den "Exot". Da alle user in der Steuerung gleichberechtigt waren, hatte er ein Chat-Interface, in dem sich die Benutzer absprechen konnten, wo sie hinwollten. Eine sehr simple, aber effiziente Form der Community-Bildung. http://www.monochrom.at/derexot/ <http://www.monochrom.at/derexot/>


Da die ersten öffentlichen Erscheinungen von monochrom vor circa 15 Jahren mit den ersten Schritten des World Wide Web einhergingen, wurden alle unsere Projekte von Anfang an im stetig wachsenden Internetauftritt http://www.monochrom.at/ mitdokumentiert. Es ist mein wesentliches Verdienst, bereits Jahre vor dem Internet-Hype auf diese nützliche Technologie gesetzt zu haben.


In der Folge entwickelte ich mich vom Gestalter eines reinen Netz-zentrierten Ansatzes weg zum Betreiber einer Mischform aus Internet und externen Gerätschaften. Als Beispiel sei angeführt, daß ich als einer der ersten Künstler weltweit ab 1996 ein auf einen Art "Bauchladen" montiertes Notebook verwendete, mit dem ich mich frei auf der Bühne bewegen und Musik machen konnte. Die zum Experiment gegründete Formation nannte sich "Sapperlott" und trat mit großem Erfolg im Flex auf. http://www.monochrom.at/sapperlott/megasuper-bass-booster-harnroehrenverklei nerung/flex280698.htm <http://www.monochrom.at/sapperlott/megasuper-bass-booster-harnroehrenverkle inerung/flex280698.htm>


Ich reiche als Projekt

dorkbot vienna - DOING BASICALLY STRANGE THINGS WITH ELECTRICITY

ein:


"Dorkbot" ist eine internationale Künstlerbewegung mit Ablegern in vielen großen Städten, die - ausgehend von New York - höchst interessante KünstlerInnen und -gruppen an der Schnittstelle zwischen Informationstechnologie und Robotik zusammenbringt. Die lokalen Gruppen tauschen sich untereinander aus, bringen Leute mit unterschiedlichen Backgrounds und gleichen Interessen zusammen. Dorkbot gibt allen Menschen die Möglichkeit zu sehen, welche seltsamen Dinge unsere Mitmenschen mit Elektrizität machen können.


Ich wurde Ende letzten Jahres mit dem "Dorkbot"-Virus infiziert und habe daraufhin die lokale Dorkbot-Gruppe in Wien gegründet, im Wissen um die rege technische Kulturszene. Um der internationalen Vernetzung eine Initialzündung zu geben, ist es eines meiner nächsten Ziele, ein internationales dorkbot meeting in Wien auf die Beine zu stellen.


Dafür rechne ich mit Kosten um die 20.000 Euro für Anreisen und Transportkosten von internationalen KünstlerInnen/ TechnikerInnen mit ihren Robotern und Installationen, Unterbringung, Organisation und Location.

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