SCHLAFEN WELTWEIT

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schlafen weltweit (©elffriede i.a.)

Inhaltsverzeichnis

Daten

Projekt/Einrichtungsname schlafen weltweit

Einreichung bei 2010

Einreichende(r) das Schaufenster

Produktionskosten 28.400,- EUR

Fördersumme 8.500,- EUR

Konzept

schlafen weltweit

Auf der Website des Hotel Fürstenhof entsteht ein künstlerischer Freiraum, der ein halbes Jahr von KünstlerInnen unterschiedlicher Sparten bespielt wird. In diesem digitalen Dispositiv erhalten sie dafür einen eigenen virtuellen Raum, in den sie sich einloggen und ihn gleich einem Hotelzimmer temporär beziehen. Wenn sie nach Ablauf der Zeit wieder aus dem Zimmer ausziehen, bleiben im Netz ihre digitalen Spuren zurück. Die einzelnen Räume sind über eine gemeinsame Plattform als übergeordnetes Gerüst, dem virtuellen „Empfang“ und „Hotelflur“, zugänglich.

Den KünstlerInnen steht eine Basis unterschiedlicher Webtools (Video, Audio, Text, Bilder und Softwarekunst) zur Verfügung, mit denen sie ihre zugewiesene Seite („Hotelzimmer“) autonom oder in Korrespondenz mit den „Zimmernachbarn“ gestalten können. Daneben gibt es Schnittpunkte („Salons“), wo sich die KünstlerInnen und Gäste zum interdisziplinären Diskurs treffen. Ein Blogg fungiert als gemeinsames Tagebuch und Metatext über das Projekt („Hotellogbuch“).

Die Erfindung und Inszenierung eigener Figuren und Handlungsstränge zeichnen sich in Form anwachsender Parallelwelten ab, die ein stetig erweiterbares Labyrinth bilden. Im Laufe der Zeit entsteht so eine grenzenlose digitale Installation als künstliches Universum, in dem sich die Rezipienten durch die einzelnen Medien (Literatur, Komposition sowie bildende, darstellende, video- und digitale Kunst) ihren eigenen Weg suchen können.

Der digitale Freiraum „schlafen weltweit“ wird über die offizielle Startseite des Hotel Fürstenhof, das gerne von nationalen und internationalen KünstlerInnen (Jan Delay, Alois Hotschnig, die Sterne, Tocotronic, Ernst Weber, Ruth Weiss, Caterina Valente sowie Gäste diverser Wiener Institutionen wie Tanzquartier Wien, Schauspielhaus Wien, brut Wien oder Literaturhaus Wien etc.) frequentiert wird, betreten. „Zimmer suchende Wien Besucher“ werden dadurch unmittelbar zu Rezipienten zeitgenössischer Kunst der Stadt, der regionale Kunstraum öffnet sich somit einer breiten internationalen Öffentlichkeit.

Die Hotelhomepage mit Hotelpräsentation, Zimmerreservierung etc. läuft im Hintergrund und ist von „schlafen weltweit“ nur über einen Button „Rezeption Hotel Fürstenhof“ und einem neuen Fenster abrufbar.

Credits

Konzept elffriede i.a. & fishy

Produktion das Schaufenster in Koproduktion mit dem Hotel Fürstenhof

technische Realisation / Programmierung reizfeld.net

folgende KünstlerInnen sind/werden angefragt Christian Eisenberger, elffriede i.a., Sabina Holzer, Jack Hauser, David Hebenstreit aka Sir Tralala, Sabine Maier (MACHFELD), Michael Mastrototaro (MACHFELD), Jörg Piringer, Oliver Stotz, Akemi Takeya, Hannes Wurm aka fishy;

Ort

Website des Hotel Fürstenhof - Wien

Zeitplan

Projektbeginn ist Oktober 2010. Die einzelnen Räume für „schlafen weltweit“ werden von den KünstlerInnen voraussichtlich Dezember 2010 bezogen. Im Sommer 2011 ist eine gemeinsame Präsentation des digitalen Mediums im Rahmen einer mehrtägigen Performance in einem der Zimmer des Hotel Fürstenhof vorgesehen. Vorbild dafür ist die 2009 von der Stadt Wien subventionierte ensemble für städtebewohner 48 Stunden permanent Performance „Schlafen in Wien“, an denen viele der oben genannten Künstler bereits beteiligt waren.

Links

Hotel Fürstenhof

Das Fürstenhof ist eines der letzten wirklich alten Familienhotels in Wien. Es wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts erbaut und befindet sich seit drei Generationen im Familienbesitz. Sie finden es in äußerst günstiger Lage direkt gegenüber dem Westbahnhof, Ecke Mariahilferstrasse und Mariahilfer Gürtel. Wir sind sicher kein Luxushotel im "American-style". Es gibt weder einen Swimmingpool, noch eine Sauna und schon gar kein Fitneß-Center. Dafür bieten wir persönliche Betreuung abseits der gewohnten "normalen" Hotel-Gastlichkeit. Bei uns sind Sie weder Kunde noch VIP, sondern einfach Gast. (Beschreibung auf der Homepage des Hotels)


das Schaufenster

das Schaufenster hat seinen Ursprung im Schauspielhaus Schaufenster (Schauspielhaus Wien der Saison 2000/2001) und wurde 2003 von Hannes Wurm aka fishy als freie Gruppe gegründet. In den Projekten des Schaufensters werden die Grenzen zwischen „Lebenswelt“ und „Kunstwelt“ analysiert.

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