Trustee-26.11.06-Frageliste

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Viel der Glaubwürdigkeit dieser Wahl (falls die noch überhaupt herstellbar ist) liegt im Verhalten der Trustees. Wäre schön, wenn Ihr diese Fragen beantworten könntet. Herzlichen Dank!

Inhaltsverzeichnis

Frage 1: Werdet Ihr Gelder an Einreichende geben, die bereits in den vergangenen Vergaben etwas bekommen haben? Wenn ja, zieht Ihr eine Maximalgrenze ein?

  • Antwort Günther Friesinger: Diese Frage spricht einen ganz wichtigen Punkt bei der Vergabe von Fördergeldern an, der im Rahmen von netznetz nie wirklich diskutiert wurde. Ich denke, dass Projekte/Personen/Institutionen die heuer schon Förderungen erhalten haben nicht nochmal für das selbe Projekt eine Förderung bekommen sollten. Wenn es sich aber um neue Projekte handelt, kommen diese natürlich für eine Förderung in Frage. Über eine Maximalgrenze sollte in der Trusteesitzung diskutiert werden.
  • Antwort Johannes Grenzfurthner: Ich sehe das wie Günther Friesinger.
  • Antwort Martin Mair: Prinzipiell sollen eher jene Projekte zum Zug kommen, die noch nichts bekommen haben. In begründeten Fällen, wenn bei einem Projekt wirklich der Hut brennt, möchte ich auch nicht dessen Totengräber sein.
  • Antwort Chris Kummerer: keine ahnung, aber tendenziell nein und nein

Frage 2: Welche inhaltlichen Kriterien legt Ihr an? Könnt Ihr Beispiele oder Benchmarks nennen?

  • Antwort Günther Friesinger: Ich für meinen Teil habe am Donnerstag begonnen mich durch alle Einreichungen durchzuarbeiten um mir einen möglichst guten Überblick und Einblick in die Einreichungen zu verschaffen. Der Trustee sollte ein ausgleichendes Positiv sein, der die Möglichkeit hat entscheidente Akzente zu setzen um die Vielschichtigkeit der verschiedenen Communities aufzuwiegen. Vor allem ist mir wichtig, dass auch EinzelkünstlerInnen realistische Chanchen haben eine Förderung zu erhalten.
  • Antwort Johannes Grenzfurthner: Prinzipiell sehe ich den Trustee als notwendiges Korrektiv. Zwar ist bei den NWG nicht mit Bandbussen zu rechnen, aber auch hier finde ich es gut, wenn es eine Not- und Ausgleichsfunktion gibt. Ich hab mir alle Projekte angesehen. Da sind qualitativ sehr schoene Sachen dabei, ich fürchte allerdings, dass einige davon (weils es Randthemen sind, vielleicht zu spezifisch etc.), eher leer ausgehen werden. Da sollten die Trustees eingreifen.
  • Antwort Martin Mair: Im Sinne des Abaus von Zugangskriterien werde ich Augenmerk darauf legen, dass nichtvergrätzelte Persoen & Gruppen nicht diskriminiert werden. Inhaltliche Kriterien sollen nicht zu kurz kommen, ohne mir anmassen zu wollen, was "gute Kunst/Kultur" sein soll (Ui, das wird ein Haare raufen). Insbesondere auch, ob das Ganze auch für Menschen ausserhalb der Community interessant sein kann. Werde mich auch bemühen, doch ein paar deutliche inhaltliche Differnezen zu meinen Trusteekollegen zu finden. Wirklich vielfältig ist die Auswahl offenbar aufgrund der kurzen Vorlaufzeit nicht (Ehrlich gesagt: Ich bin enttäuscht). Es wäre schon spannend gewesen, prononcierte Persönlichkeiten, die nicht direkt in netznetz verankert sind - internationale womöglich -, als Trustees zu gewinnen. Dass keine Frau dabei ist, war leider zu befürchten. So gesehen ist das Trusteemodell im ersten Anlauf eher gescheiter, werden wir wohl versuchen müssen all die anderen Stnadpunkte, die möglich wären, zu berücksichtigen (schwitz, schwitz ...).
  • Antwort Chris Kummerer: ich rueck _keinem_ projekt auch nur 0.01EUR rueber das offensichtlich total uninspirierte duplication of efforts ist und mit einmal sf.net durchsuchen eh larerweise schon 5x ohne "kunst"anspruch gecodet frei herum liegt. SO! (heisst aber nicht das sich die weniger reich beschenkten nicht an mich wenden koennen, evtl. schuettel ich's ihnen dann ja in einer der downtimes fuer lau aus dem aermel)
  • Antwort Kandidat/in ...:

Frage 3: Falls Ihr zuwenig Punkte bekommt um Trustee zu werden, wem gebt Ihr Eure erhaltenen Punkte weiter?

  • Antwort Günther Friesinger: Ist eine schwierige Frage ohne zu wissen wieviele Punkte ich erhalten werde. Ich könnte mir vorstellen diese Punkte auf alle anderen Trustees zu verteilen...
  • Antwort Johannes Grenzfurthner: Ich wäre dafür die Punkte in einen Reserve-Pool zu speisen, der dann -- so das die Regeln erlauben -- für soziales Finetuning verwendet werden kann (ich erinnere an den Fall Judith Fegerl, wos ja beim Community-Game sehr eng war.)
  • Antwort Martin Mair: Au weh, das ist eine gute Frage. Als einziger nicht-monochromie würde ich sagen: Am besten in die Luft werfen ... (ich bin zwar selbt lose freundschaftlich mit monochrom verbunden, aber dass sich keine prononcierte Gegenposition findet - ich bin da eher moderat-kritisch - halte ich schon für sehr bedenklich. Reservepool wäre eine gute Idee, wenn wir bloss wüssten, wer & wie dort die Punkte verteilt (wäre auch wieder nur eine Verschiebung des Problems - eine gute alte Wiener Tradition). Bei lediglich 3 Kandadaten sollte es wohl kein Problem sein, dass alle 3 genug Punkte bekommen.
  • Antwort Chris Kummerer: keine ahnung, verm. korrupte deals mit einem grenz-erreicher
  • Antwort Kandidat/in ...:

Frage 4: Werdet Ihr eigene Projekte zurückziehen, falls Ihr Trustee werdet?

  • Antwort Günther Friesinger: Ich habe kein Projekt bei den Networkgrants eingereicht.
  • Antwort Johannes Grenzfurthner: Habe nichts eingereicht. Bin zwar an Projekten beteiligt, die eingereicht haben, aber als Teil von Projektgruppen. Ich werde aber diesen Projekten keine Trusteepunkte geben, das wäre unfair.
  • Antwort Martin Mair: Na klar, steht in meinem Programm. Ich kann aber nicht garantieren, dass ich eine der 2 Künstlerinnen, die ich sozusagen mit aller Gewalt angeschleppt habe (die wollen ja keine Zeit mit netznetz-Interna verschwende) ein klein wenig pushen werde (also nur, wenn wenige Punkte fehlen)
  • Antwort Chris Kummerer: keine eingereicht, nichts zurueckzuziehen
  • Antwort Kandidat/in ...:

Frage 5: Reiht bitte diese Bereiche der Netzkulturen (die hier nur Schlagwortartig wiedergegeben werden können) nach Euren persönlichen Prioritäten

Günther Friesinger

Für mich ergibt sich folgende Prioritätenliste:

  • Digital Communities
  • Digital Art
  • Coding Culture
  • Netzaktivismus
  • Networking

Johannes Grenzfurthner

  • Digital Art
  • Netzaktivismus
  • Digital Communities
  • Networking
  • Coding Culture

Martin Mair

Also, ich kann mich mit diesen Kategorien nicht wirklich identifizieren, da die Grenzen sehr fliessend sind und es auch sein sollen. Möchte mehr Wert auf den Inhalt legen. Tendenziell eher interdisziplinäre Projekte mit eher künstlerischer/kultureller Ausrichtung, aber auch inhaltich interessante Projekte aus den anderen Bereichen sollen keinesfalls zu kurz kommen.

Chris Kummerer

http://bullshitbingo.net/

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